Fricktaler Offiziere – André Zumsteg

Auch wenn unser Verein eher klein ist, kennen wir einander kaum. Deshalb portraitieren wir einzelne Offiziere aus unseren Reihen.

André Zumsteg, Major aD, SDBR Milsich

  • Wohnort: DensbürenAndréZumstegPortrait
  • berufliche Tätigkeit: Abteilungschef der Kantonspolizei Aargau
  • Beschreiben Sie sich mit drei Worten: ausdauernd, engagiert, spontan
  • Offizier seit: 1974
  • Wieso haben Sie „weiter gemacht“? Was war Ihr Ziel?
    Ich wollte mich weiterentwickeln und dem Land dienen. Aus Freude am Führen von Menschen in einem positiven Umfeld. Ich konnte Erfahrungen sammeln, wie sie real nur wenige Führungsseminare anbieten und zudem viele positive Aspekte für meine zukünftige zivile Tätigkeit zum Nulltarif erleben.
  • Wichtige militärische Karriereschritte:
    Die Einteilung in das Schutzdetachement Bundesrat (SDBR) im Jahre 1980 war der Grundstein für meine weitere militärische Karriere. Während dreissig Jahren diente ich im Schutzdetachement, zuletzt als Major und Kdt-Stellvertreter der Sondereinheit.
  • Dank dem Militärdienst habe ich gelernt:
    Der Umgang mit den Sicherheitspartnern ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Erfolges. Ich kenne schweizweit die Behörden und kann rasch und effizient auf viele Sicherheitspartner von Bund und Kantonen zurückgreifen. Die vernetzte Sicherheit ist ein wesentlicher Bestandteil zum „sicheren Leben in der Schweiz“.
  • Das war ein schlechtes Erlebnis:
    Ich kann Menschen nicht verstehen die sich immer zuerst nach dem Negativen ausrichten und die Einsätze nicht als Chance betrachten.
  • Berufliche Tätigkeit:
    Abteilungschef Führung & Einsatz bei der Kantonspolizei Aargau mit 6 Diensten:
    -Lage- & Analysezentrum
    -Operationen
    -Einsatzzentralen
    -Sicherheitspolizei
    -Sonderbelange
    -FOKUS
  • Welche Tätigkeit beherrschen Sie so gut, dass man sie dafür auch entlohnen müsste?
    Durch meine langjährige Tätigkeit bei der Kantonspolizei Aargau konnte ich ein breites Fachwissen im Sicherheitsbereich erarbeiten. Spontaneinsätze und rasche Reaktionen auf Phänomene gehören zum Tagesgeschäft.
  • Was ich den Mitgliedern anbieten kann:
    Ich kann junge Menschen begeistern und motivieren. Dienen für unser Land ist eine Chance und bringt Führungserfahrung auf allen Stufen.
  • Wie sieht die Welt in 10 Jahren aus?
    Mit der Vernetzung der Welt wird die Gefahr von Informationskatastrophen zunehmen. Die Welt wird nicht sicherer. Die Kluft zwischen Arm und Reich wird grösser. Können wir uns noch 26 Kantonspolizeien leisten?
  • Wann wird die Schweizer Armee wieder in geordneten Bahnen laufen? Und was braucht es dazu, dass die jungen Menschen den Sinn und Zweck einer Armee wieder verstehen?
    Wir müssen vermehrt agieren und unsere Werte verteidigen. Die junge Generation muss sich anpassen. Wer sich nicht laufend neu orientiert wird überholt. Es geht uns zurzeit zu gut! Erst durch Ereignisse, wie sie sich zurzeit rund um die Schweiz abspielen, werden wir wachgerüttelt und unsere Kooperation mit anderen Sicherheitspartnern wird intensiviert. Wir lassen uns leider überraschen! Der Föderalismus ist im Sicherheitsbereich nur bedingt erfolgreich.
  • Welche Frage sollen wir dem nächsten Mitglied stellen?
    Warum wird die Welt (Schweiz) immer verletzlicher? Was müssen wir für die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger tun? Haben wir in 10 Jahren noch eine eigene Armee?

 

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