Jahresbericht des Präsidenten

Die Lage um die Schweiz – Vorboten des Chaos

Die Welt steuert immer schneller auf schlimme Zeiten zu. Die Zeichen verdeutlichen sich täglich. Wir müssen in den nächsten Jahren mit Bürgerkriegen in Europa, einer globalen Währungsreform, Sezessionen, dem Niedergang der etablierten Medien, staatlichem Versagen allenortes, der orwellschen Überwachung und immer mehr und höheren Steuern rechnen.[1]

Doch die Mächtigen geben sich nicht geschlagen – Sie rüsten sich zum Kampf. In den USA bewaffnen sich alle staatlichen Institutionen. Sogar die Steuerbehörde IRS wird mit Waffen versorgt. Unterdessen gibt es mehr bewaffnete Staatsangestellte als US-Marines. Über 200’000 Bundesangestellte (exkl. Armee!) dürfen Waffen tragen und Leute verhaften (!). Das ist eine Verdreifachung innert 20 Jahren.[2]

In Frankreich werden als Reaktion auf die Anschläge in Paris die Befugnisse der Polizei erweitern. Die neuen Eingriffsrechte gelten normalerweise nur im Ausnahmezustand, letztes Jahr werden sie in normales Recht umgewandelt. Die Bürgerrechte werden drastisch eingeschränkt – natürlich nur zum Wohl der Bürger.[3]

Auf der ganzen Welt geht es ans „Eingemachte“. Die Staaten haben – trotz rekordtiefer Zinsen – zu wenig Geld, um alle ihre Versprechungen einlösen zu können. Und wenn sie Geld haben, müssen sie sie für die Flüchtlinge oder Sozialleistungen ausgeben.

In Japan fragte der Finanzminister Taro Aso die älteren Bürger, wie lange sie denn noch leben wollten? Oder auf Deutsch: Ihr belastet unsere Staatsfinanzen, beisst endlich ins Gras![4]

Abhilfe kommt dank kreativer Steuerideen, wie z.B. dieser: Ein Inspektor der Stadt Brüssel trieb von einem Eigentümer eines Kaffees die „Tanz-Steuer“ ein. Die in den 1950er-Jahren eingeführte Steuer wurde nach langer Zeit 2014 wieder reaktiviert. Für jeden tanzenden Besucher des Kaffees sind pro Abend EUR 0.40 zu entrichten. Inkognito-Inspektoren führen jeweils Buch.[5]

Markus Somm von der BaZ schreibt denn auch in einem Kommentar: „Die EU ist kein liberales Projekt mehr, sondern eine Vision von Politikern, die Geld ausgeben möchten, ohne vom Bürger oder der Wirtschaft dabei behelligt zu werden.[6]

Damit auch ganz sicher niemand mehr Geld am Fiskus vorbeischleusen kann, soll weltweit das Bargeld abgeschafft werden. Wichtig zu verstehen: Hier geht es nur vordergründig um die Digitalisierung des Zahlungsverkehrs. Vorreiter dieser Umstellung soll Indien werden. Premierminister Modi hat über Nacht beschlossen, die 500 und 1’000 Rupien Banknoten für ungültig zu erklären. Das sind Noten mit einem Gegenwert von CHF 7.50 und CHF 15. Die Bürger sollen bitte auf elektronische Zahlungsmittel umsteigen.[7] Meine indischen Mitarbeiter konnten also nicht mehr für 2 Franken im Bistro nebenan frühstücken, sondern mussten ins teure Hotel gehen, wo man elektronisch bezahlen kann. Da kostet das Essen aber 5x mehr.

Die Griechische Regierung verlangt seit dem 1. Januar 2016 von ihren Bürgern, dass sie nun alle Vermögenswerte bei ihren Steuern auflisten, also auch verstecktes Bargeld, Schmuck, Kunstgegenstände, Möbel, Inhalte von Bankschliessfächern. Wer dies nicht tut, handelt kriminell und wird verfolgt.[8] Die Idee dazu kam von der „Troika“ (EU, EZB, IWF). Erwartet so jemand in Griechenland KEINE Revolution in den nächsten Jahren? [9] Wann kommt der Grexit?

Bizarr auch der Kampf gegen Apple in Irland. Geht es nach der EU-Kommission müssten alle Unternehmen jenen Steuersatz bezahlen, der in der EU am höchsten ist. Man überlege sich die Konsequenzen!

Obama, der Messias in den USA, musste nach acht Jahren sein Amt abgeben. Der Friedensnobelpreisträger geht als der erste Präsident der USA in die Geschichte ein, der während seiner ganze 8-jährigen Amtszeit Kriege geführt hat.[10] Die US-Schulden sind in seiner Amtszeit von USD 10’627 Mia. auf USD 19’643 Mia. angestiegen – das sind USD 3,2 Mia pro Tag oder etwas mehr als USD 2 Mio. pro Minute![11] Oder anders ausgedrückt: Er hat mehr Schulden angehäuft, als alle seine Vorgänger zusammen. Gratulation!

Abgelöst wurde er von Donald Trump, dem niemanden in den linken/liberalen Mainstreampresse auch nur den Hauch einer Chance gegeben hat. Doch die Realität entspricht eben nicht der Filterblase, in der das Establishment und die Medien leben. Umso heftiger die Reaktionen: Anstatt das demokratische Verdikt zu akzeptieren, revoltieren seitdem die Verlierer. Sie werden von Obama und der unterlegenen Clinton sogar noch angestachelt. Ich frage mich, was ist eigentlich generell los? Leiden die Trump-Kritiker alle unter einer Massenpsychose? Oder sind sie geisteskrank? Ausgerechnet jene, welche immer nach Toleranz und Demokratie schreien, sind die intolerantesten, versprühen Hass und rufen nach Gewalt. Wer Trump unterstützt wird niedergeschrien oder sogar niedergeschlagen.

Die angeblichen Antifaschisten sind genau diejenigen, die mit faschistischen Methoden gegen jeden vorgehen, dessen Meinung sie nicht teilen. Die Antifa sind die wirklichen Faschisten von heute.

Das Problem mit den Trump-Hassern ist, dass sie nicht mit einer demokratischen Entscheidung umgehen können, wenn das Resultat nicht ihren Wünschen und Vorstellungen entspricht. Dann reagieren sie wie ein trotziges Kind und toben herum. Dann suchen sie alle möglichen Gründe, um Trump und den Wahlprozess zu delegitimieren. Umgekehrt, hätte Hillary gewonnen, würden sie auf die funktionierende Demokratie pochen.

Die Briten stimmen – wieder für viele überraschend – für den Brexit und damit für die Unabhängigkeit vom Bürokratiemoloch EU. Doch statt eines wie von den Gegnern prophezeiten Untergangs zeigen die Wirtschaftszahlen nun plötzlich wieder nach oben. Sollen wir also wirklich weiterhin auf jene hören, die den Brexit nicht voraussehen konnten, aber heute genau wissen, was kommen wird.

Diese politische Auseinandersetzung zwischen links und rechts sehen wir weltweit und wir müssen leider davon ausgehen, dass sie zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen führt.

Dass die UN als „Friedensorganisation“ hier viel tun wollte, müssen wir vergessen. Selbst die UNO ist Teil dieses Machtspiels. Den Vorsitz für den Menschenrechtsrat der UN hat neu Saudi-Arabien. Zur Erinnerung: „In Saudi-Arabien ist für eine Reihe von Straftaten eine Todesstrafe vorgesehen, darunter Hochverrat, Drogenhandel, Ehebruch, Gotteslästerung und Hexerei. 2015 sind 158 Todesurteile im Land vollstreckt worden. Laut einer Jahresbilanz von Amnesty International sind die fünf Staaten, in denen die meisten Todesstrafen in 2015 vollstreckt wurden, China, der Iran, Pakistan, Saudi-Arabien und die USA.[12] Wie soll man solche Institutionen noch ernst nehmen können, welche mehr Enthauptungen vollstrecken als der IS?

Besonders heuchlerisch hat sich auch die Europäische Zentralbank EZB hervorgetan. Würde sie die gleichen Massstäbe an sich anwenden, welche sie bei der Beurteilung der Geschäftsbanken für ihre Stress-Tests anwendet, wäre sie insolvent und müsste geschlossen werden. [13] Aber das Messen mit zwei unterschiedlichen Ellen gehört nun mal zum Repertoire jedes seriösen Politikers.

Auch sonst ist das Bankenwesen irrational geworden: Wie kann z.B. eine Staatsobligation noch AAA sein, wenn man dank negativer Zinsen garantiert Geld verliert?

Haben die negativen Zinsen denn etwas gebracht? Vergleichen wir doch einmal Island mit der Eurozone: Im Juli 2011 betrug der Zins in Island 4.25%, der der EZB lag bei 1.50%, die Bank of England (BoE) verlangte 0.50%. Die Wirtschaft Islands ist seitdem stark gewachsen, das BIP legte seit 2009 um mehr als 100% zu. Europas Wirtschaft hingegen legte nur 14% zu, in Grossbritanien waren es 27%. Dies widerlegt evident die Politik von EZB und BoE. Der Zins steht für künftige Chancen. Ist dieser Wert NULL, sieht es also auch nicht rosig aus für die Wirtschaft.[14]

Wo wir schon beim Thema sind: Die Summe der Anleihen mit negativem Zins beträgt weltweit über USD 11 Bio. Wer profitiert eigentlich davon? Die Staaten! Und der Kanton Zug fordert Bürger auf, die Steuern später zu bezahlen – wegen der Negativzinsen.[15]

In Syrien können die Regierungstruppen und ihre offiziell zugelassenen (!) Verbündeten aus Russland grosse Erfolge verzeichnen. Wichtige Städte und Regionen werden zurückerobert. Die Russen kamen, erledigten die von Putin vorgegeben Aufgabe und zogen nach nur viereinhalb Monaten schrittweise ab. Es wurden 9’000 Lufteinsätze geflogen, 400 Ortschaften befreit und 10’000 Quadratkilometer syrisches Territorium von den Terroristen gesäubert. 209 Ölförderanlagen und fast 3’000 Tanklastwagen wurden zerstört. Der IS wurde der Ölhahn zugedreht und die Geldeinnahmen gekappt[16], die Lieferwege für Waffen und Kämpfern aus der Türkei wurden abgeschnitten.

Russland benimmt sich nicht wie die Amerikaner, die grossspurig und arrogant ihre Kriege ankündigen, um dann keinen einzigen zu einem guten Ende zu bringen. Die russische Militärintervention in Syrien ist im Gegensatz dazu ein beeindruckender Erfolg. Putin hat kleine Ziele gesetzt und die wurden professionell vom russischen Militär innerhalb kürzester Zeit erledigt. Die Assad-Regierung wurde stabilisiert, das syrische Militär neu motiviert, und es wurden die Voraussetzungen geschaffen, damit ein Waffenstillstand herrscht und der Friedensprozess beginnen kann. Wo bleibt der Friedensnobelpreis?[17]

Russland steht übrigens weltweit auf Platz 2 der Länder der am meisten aufgenommenen Flüchtlinge. 3,8 Millionen (wahrscheinlich russischstämmige) Flüchtlinge, größtenteils aus der Ukraine wurden in Russland aufgenommen. Wenn Russland der „Aggressor“ in der Ukraine ist und die Lebensbedingungen so schlecht wären, wieso flüchten Millionen Flüchtlinge aus der Ukraine nach Russland und nicht nach Deutschland?

Die Aufrüstung an Russlands Westgrenze geht über das ganze Jahr weiter. Es werden Panzerverbände eingeflogen, Übungen durchgeführt und das politische Parkett bearbeitet. Kaum ein Satz ohne den Ausdruck der „Russischen Aggression“. Mittlerweile ist ganz Russland von NATO-Stützpunkten umgeben. Grenzt dies nicht an Provokation? Denn eine echte Gefahr von russischer Seite besteht auch meiner Meinung gar nicht. „Wenn es nicht die Terroristen sind oder ein Virus oder nicht existierende Massenvernichtungswaffen oder die Ausserirdischen, dann sind es die Russen, welche den Westen in der kranken Fantasie gefährden.“ Dafür gibt es einen medizinischen Begriff: Paranoia oder Verfolgungswahn! Personen die unter einer paranoiden Persönlichkeitsstörung leiden, neigen dazu, neutrale oder freundliche Handlungen anderer als feindlich zu interpretieren. Viele westliche Staatsführer, Politiker und Militärs leiden darunter. [18] Und leider wird diese Paranoia in Form von Propaganda über ganz Europa ausgelehrt. Doch die Bürger wachen auf, es formiert sich Widerstand gegen diese Politik.

In Deutschland lebt die CDU weiter in ihrer realitätsfernen Mutti-Blase und startet mit Angela in die Wahlen. „Wir schaffen das!“ gilt wohl auch für die Regierungspartei. Die SPD hat Mühe, die Verantwortung für die Zustände in Deutschland anzuprangern – sie war ja die letzten vier Jahren an der Regierung beteiligt. Sie startet mit Martin Schulz ins Rennen, der ohne Abi aber dafür mit dem Segen der EU die Deutschen bezirzen will. Und Sie dachten, die Amerikaner hätten die Wahl zwischen Pest und Cholera? Also bitte…!

Die Flüchtlingskrise, welche sich die EU und insbesondere Deutschland, Frankreich oder Schweden grundsätzlich selbst eingebrockt haben, belastet die öffentlichen Kassen und Nerven. Flüchtlinge erhalten höhere finanzielle Entschädigungen und Leistungen als die eigene Bevölkerung. Die Deutsche Regierung hat überdies beschlossen, EUR 1,5 Mia. aus den Liquiditätsreserven der Öffentlichen Krankenkassen (total EUR 10 Mia., finanziert durch die Versicherten und die Steuerzahler) zu nehmen und sie für die Bewältigung der Flüchtlingskrise verwendet.[19] Es darf gewettet werden, wann diese Liquidität aufgebraucht ist.

Die Alternative für Deutschland (AfD) gewinnt unterdessen Wahlen um Wahlen und erreicht Wähleranteile, von denen die FDP oder die Grünen nur träumen können.

Wikileaks publiziert eine ganze Reihe von E-Mails und Dokumenten, welche sie von Hackern und Informanden erhalten hat, und wird dafür von den Massenmedien scharf angegriffen. Wieso denn nur? Wäre es nicht die Aufgabe der Medien, kriminelle Aktivitäten von Politikern aufzudecken? Wieso vertrauen wohl die Informanden nicht mehr den Mainstreammedien? Wieso wird das Publizieren von Verbrechen plötzlich als kriminell gebrandmarkt? Wie viel Dreck wird hier noch unter den Teppich gekehrt?

Medientechnische Aufregung auch in Europa, weil die neue polnische Regierung künftig die Chefs der staatlichen Medien selbst bestimmen will. Die gespielte Empörung in deutschen und österreichischen Medien ist besonders groß, als würde ausgerechnet dort jemals ein Oppositioneller in die Nähe einer Führungsposition kommen. Oder gibt es auch nur einen einzigen Direktor oder Chefredakteur, der nicht die gewünschte Gesinnung oder gar das nötige Parteibuch mitgebracht hätte?[20]

Die Chinesen machen sich derweil bereit, vom US-Dollar unabhängig zu werden. Sie verkaufen massiv US-Staatsanleihen und starten mit dem Handel von Gold in Yuan.[21] Der Handel mit Oel und Gas in russischen Rubel oder chinesischen Yuan wurde schon früher vereinbart. Das ist ein ganz cleverer Schachzug, denn nun können die Russen mit ihren durch den Verkauf von Energie an China erworbenen Yuan direkt wieder in Gold investieren. Derweil verkauft Kanada sein Gold – komplett. Und noch etwas: Was Sie schon seit Jahren wissen, hat sich bestätigt: Der Silberpreis wurde über Jahre von den Grossbanken manipuliert – Die Deutsche Bank hat es öffentlich eingestanden.[22]

Woran kann man in einer solchen Welt noch glauben? Wer liefert uns die richtigen Nachrichten und wer liefert nur Propaganda und „fake news“? Für die Schweiz gibt es immerhin eine Untersuchung:

Die NZZ verbreitet in ihren Berichten überwiegend Propaganda der Konfliktpartei USA/NATO. Gastkommentare und Meinungsbeiträge geben nahezu durchgehend die Sicht dieser Konfliktpartei wieder, während Propaganda ausschließlich auf der Gegenseite verortet wird. Die verwendeten Drittquellen sind unausgewogen und teilweise nicht überprüfbar. Insgesamt muss von einer einseitigen, selektiv-unkritischen und wenig objektiven Berichterstattung durch die NZZ gesprochen werden.[23]

Zum Glück gibt es die Sicherheitspolitische Wochenschau der FOG als Gegenpol.

Die Lage in der Schweiz und der Armee – Die WEA wird umgesetzt

Ein Lichtblick: Die Schweiz hat offiziell das EU-Beitrittsgesucht zurückgezogen. Dafür wird der Verfassungsauftrag gegen die Masseneinwanderung ins Gegenteil umpolitisiert. Offenbar hat die EU in Bern eine sehr starke Lobby platziert. Auch die Ausschaffungsinitiative wird im Parlament zum Papiertiger degradiert. Wozu brauchen wir da noch Demokratie, wenn die politischen Eliten doch tun, was sie wollen?

Wer sich für nationale Interessen einsetzt, wird als Nazi beschimpft. Nur diffuse, globale Probleme dürfen relevant sein. Gutmenschen, Humanisten, Verteidiger der Menschenrechte und Vertreter von NGO haben die Moral auf ihrer Seite. Eliten sind global und kümmern sich nicht um nationale Dinge – das wäre ja unter ihrem Niveau. Verantwortung für ein Land, eine Gesellschaft? Nein, wozu auch? Wobei: Die Durchsetzungsinitiative wurde an der Urne verworfen. Volk – was willst du bloss?

Eine Revolution dürfte in der Schweiz ausbleiben. Brot und Spiele (also Sozialleistungen, Sport und Unterhaltung) haben breite Bevölkerungsmassen unter Kontrolle. Es geht uns noch immer zu gut, als dass wir auf die Strassen gehen würden. Solange werden die Eliten noch weiterwursteln.

Dass mit der WEA die Armee halbiert wird, schien nur etwas mehr als 44’000 Bürger zu kümmern, welche das Referendum gegen die WEA unterschrieben haben. Zu wenige, um die Diskussion über unsere Armee in einem Abstimmungskampf zu führen.

Nun sind die Promotoren dieser Armeereform gefordert. Alle Versprechungen müssen jetzt umgesetzt werden. Doch bereits sind Rückzugskämpfe im Gang: Die Rekrutierungsbasis bröckelt: Immer mehr Stellungspflichtige oder Rekruten melden sich zum Zivildienst ab. Und so wird denn auch gegen den Zivildienst gewettert, statt sich selbst gefragt, was man zur Verbesserung der Situation tun könnte.

Ausgerufen wurde von Seiten der Armeeführung auch, als die unverständlichen Entscheide im Projekt BODLUV (neue Systeme für die Boden-Luft-Verteidigung / Flab) publik wurden. Den „Whistleblower“ wollte man sprichwörtlich „auf die Schlachtbank führen“ und ihn seiner militärischen Würden entledigen. Man verschanzte sich hinter Berichten, welche einwandfreie Prozesse bescheinigten und politische Gegner verantwortlich machten. Ob der Entschluss, zwei ungenügende Systeme zu beschaffen, gut war, interessierte kaum jemanden. Ende 2016 übergab der CdA die Verantwortung über die Armee an seinen Nachfolger, KKdt Rebord.

Die neue Drohne wird übrigens kein Kauf „ab Stange“ sein sondern eine völlig neu entwickeltes System sein. Wir Schweizer geben uns eben nicht mit etwas Gutem zufrieden – es muss gut, einzigartig und teuer sein! Dazu muss ich noch den Duro erwähnen, dessen Flotte in einer Generalüberholung für mehr als die ursprüngliche Beschaffungssumme komplettüberholt wird. Ja, das VBS tut alles, um seinem Images als Geldverschwender gerecht zu werden. Wie soll man hier als Milizoffizier noch für die Armee einstehen?

Die internationalen Einsätze, die Ausbildungen in anderen Ländern sowie die Delegation von Offizieren an femde Militärakademien wird zwar immer wieder als gewinnbringend für die Armee verkauft, doch welche Erkenntnisse tatsächlich in unsere Armee einfliessen, wissen wir nicht. Der Gewinn für die Armee ist daher nicht messbar. Und was man mit nicht messbaren Dingen tun soll, lernten wir in der UOS.

Schweizerische und Aargauische Offiziersgesellschaft – Verteidigte Misswirtschaft

Bei der SOG kam es ebenfalls zu einem Stabwechsel: Br Froideveau übergab die Führung der grössten Milizorganisation an Oberst i Gst Stefan Holenstein. Dieser sah sich am Tag seiner Wahl gleich mit einem Zwist innerhalb der SOG konfrontiert. Die Deleviertenversammlung hat die Mitgliederbeitragserhöhung abgelehnt und dem Vorstand den Auftrag gegeben, zunächst ein Lagebeurteilung mit Varianten vorzulegen. Im Verlaufe des Jahres wurde klar, dass sich der Vorstand dieser Aufgabe nur widerwillig zugewendet hat. Damit hat er verschiedene Sektionen vor den Kopf gestossen und zu einer grösseren Auseinandersetzung innerhalb der SOG beigetragen. Im Februar 2017 hat die AOG die (bereits in den Geschäftsberichten publizierte) Finanzlage in einem Offenen Brief an den Präsidenten SOG nochmals verdeutlicht.

Ebenfalls zur Diskution um die SOG beigetragen hat die berufliche Entlassung des SOG-Präsidenten als Generaldirektor des ACS, nachdem Unregelmässigkeiten und Intrigen publik wurden.

Ruhiger ging es bei der AOG zu. Unter der neuen Führung unter Oberst Peter Balzer konnte speditiv, zielgerichtet und in guter Atmosphäre gearbeitet werden. Die Sektionspräsidenten fühlen sich vertreten. Wichtigstes Thema war auch hier die geplante Beitragserhöhung der SOG, gegen die sich die AOG geschlossen (7 Sektionspräsidenten und der AOG Präsident) ausgesprochen haben.

FOG – Mein letztes Vereinsjahr als Präsident

Anlässlich der Vereinsversammlung am 11. März im Ochsen, Wölflinswil wurden die Umfrageergebnisse „FOG – Besteht Handlungsbedarf“ vorgestellt. Das Fazit: Die FOG ist gut aufgestellt, Programm und Informationsangebot werden geschätzt und Anpassungen infolge der WEA sind aktuell keine nötig. Die anschliessende Diskussion unter den 20 Anwesenden bot nochmals einige interessante Blicke hinter die Kulissen der Armee.

Die Quartalsrapporte wurden gut besucht. Zum ersten Mal wurde der Frühlingsrapport – nicht ganz ohne Not – in der Post, Bözen durchgeführt. Angebot und Ambiente konnte überzeugen und so werden wir auch 2017 in der Post Spargeln geniessen.

Prognose Of des Jahres 2016 wurde Thomas Winter, gefolgt von André Zumsteg (4x die beste Prognose) und Stephan Benz (Sieger des letzten Jahres).

Beim Doublettenschiessen trafen die Teilnehmer ebenso wie am Internationalen Schiesswettbewerb in Eschbach/Buchsal.

Höhepunkt des Vereinsjahres war ein Rundflug in der „Tante JU“ im September. Trotz nicht ganz optimalen Meteobedingungen konnte eine schöne Runde gefolgen werden. Start war in Dübendorf, es folgte ein Tiefflug über die Piste 28 des Flughafens Zürich, weiter ging es übers Limmattal, Wasserschloss, Rhein, Rheinfelden, Olten, Menzingen, Zürichsee zurück nach Dübendorf. Daneben konnten die Mitglieder verschiedene andere Anlässe benachbarter Offiziersgesellschaften besuchen.

Die 210 Abonnenten der Sicherheitspolitischen Wochenschau erhielten wiederum eine reiche Auswahl an Beiträgen aus aller Welt, welche die Einschätzung der Lage dienlich sind. Besonders gefreut haben wir uns über die Inlandredaktion der Tagesschau, welche sich als Empfänger eingeschrieben hat.

Ende 2016 zählte die FOG 124 Mitglieder. Davon waren 97 Aktiv- und Jungmitglieder sowie 27 Gönner). Rund 55% der Mitgliederbasis gehören zu den aktiv eingeteilten Offizieren. Rund 30 sind jünger als 30 und rund 40 sind zwischen 30 und 50 Jahre alt (Zahlen sofern Daten bekannt).

Zum ersten Mal seit einigen Jahren mussten wir wieder einmal für immer Abschied nehmen von zwei Kameraden. Wir halten in Erinnerung:

  • Oberst aD Peter Meier, Biberstein, geboren 1940, ehem. C Kom D im Stab FAK 2, verstarb am 26.09.2016.
  • Oberst aD Felix Bretscher, Rheinfelden, geboren 1933, ehem. Kdt Mob Pl 203, verstarb am 26.12.2016

Zuletzt ein Fazit zu meinen letzten sieben Jahren.

Als ich die FOG 2010 übernahm, starteten wir direkt mit einer Statutenrevision und ermöglichten den Mitgliedern die Wahl über das ASMZ-Pflichtabo. Die Gönner-Idee hat sich durchgesetzt und wir sind so gut vorbereitet, falls die SOG eine Mitgliederbeitragserhöhung beschliessen solle. Damit haben wir auch die Finanz wieder ins Lot gebracht.

Kommunikativ haben wir in diesen Jahren mit einem Webauftritt bzw. Blog und einem Auftritt auf iOf zugelegt. Wir nutzen dropbox, doodle und Google Docs intensiv. Wir haben dem Verein ein neues Kleid verpasst und verfügen endlich über ein Logo. Das Mitgliederwesen wurde informativ angereichert und ermöglichte nun ein jährliches Mitgliederverzeichnis. Mit der Sicherheitspolitischen Wochenschau bieten wir über das Fricktal hinaus eine Leistung an, welche auch finanziell positiv zu Buche schlägt.

Das Vereinsprogramm wurde aufgefrischt und mit Quartalsrapporten und neuen, auch internationalen Anlässen angereichert. Die gemeinsamen Anlässe mit Nachbarsgesellschaften konnte noch nicht richtig abheben. Dafür erfreuen sich Doubletten- und Pist-Schiessen grosser Beliebtheit.

Der Vorstand führt konsequent mit Synchromatrix und die Dauer der Sitzungen ist sogar rückläufig.

Die Mitgliederbasis haben wir von rund 110 auf rund 120 erhöht. Besonders vorteilhaft sind dabei die Säulenhausrapporte, an denen die jungen Of durch die Regierungsrätin und die AOG-Sektionen begrüsst werden. Mit einem Todesfallkonzept sind wir auch auf jene Momente vorbereitet, welche wir gerne verdrängen.

Ich bedanke mich bei allen Offizieren, welche mich in dieser Zeit im Vorstand unterstützt haben: Ruedi Egli, Georg Wyss, Michel Oesch, Simon Bolliger, Beat Bühler, Peter Balzer, Simon Stocker, Daniel Laube, Michel Ingold, Stephan Benz, Marvin Gorkiewicz, André Zumsteg und Dimitrios Papadopoulos. Bei dieser Gelegenheit danke ich besonders Stephan Benz, der seit 2013 tatkräftig im Vorstand mitgearbeitet hat.

Der Jahresbericht wurde fast jährlich länger. Weil ich diese Zeit für all die Recherchen und die Reaktion nicht mehr aufbringen kann bzw. mehr Zeit meiner unterdessen vierköpfigen Familie widmen will, beende ich meine Karriere als FOG-Präsident. Danke, dass ich meinen Beitrag zum Fortbestand der FOG beitragen konnte.

Es kommt nicht darauf an, die Zukunft vorherzusagen, sondern auf die Zukunft vorbereitet zu sein.“ In diesem Sinne von Perikles empfehle ich euch die Wahl von Markus Liebi zum neuen Präsidenten der FOG.

 

Quellen:

  • [1] https://www.armstrongeconomics.com/international-news/europes-current-economy/the-euro-on-the-brink-of-disaster/
  • [2] https://www.armstrongeconomics.com/international-news/north_america/americas-current-economy/the-rising-trend-of-anti-establishment-v-civil-unrest/
  • [3] http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/01/07/frankreich-will-buergerrechte-dauerhaft-drastisch-einschraenken/
  • [4] http://www.japantimes.co.jp/news/2016/06/19/national/politics-diplomacy/fresh-shot-elderly-aso-asks-much-longer-intend-keep-living/%23.V2dbe_krJD_
  • [5] https://www.armstrongeconomics.com/world-news/taxes/if-you-dance-in-a-bar-in-brussels-you-must-pay-a-tax/
  • [6] http://verlag.baz.ch/artikel/?objectid=6B592CEA-5743-4143-9DA4BFAA0C9C9A48#.V8pbxq8uIxE.facebook
  • [7] http://www.cmi-gold-silver.com/blog/a-major-danger-of-paper-money/
  • [8] http://www.armstrongeconomics.com/archives/39956
  • [9] https://www.armstrongeconomics.com/international-news/europes-current-economy/is-it-time-for-revolution-in-greece/
  • [10] http://alles-schallundrauch.blogspot.ch/2017/01/obama-und-merkel-rekorhalter-der.html
  • [11] http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2016/10/obama-hat-9-billionen-dollar.html#ixzz4MJBPPALv
  • [12] https://de.sputniknews.com/politik/20161028313155553-russland-nicht-mehr-im-uno-menschenrechtsrat/
  • [13] https://www.armstrongeconomics.com/world-news/sovereign-debt-crisis/by-its-own-rules-the-ecb-is-insolvent/
  • [14] https://www.armstrongeconomics.com/armstrongeconomics101/does-lower-interest-rates-promote-deflation/
  • [15] http://www.nzz.ch/schweiz/crypto-valley-zukunftsmodell-oder-marketing-gag-ld.22911
  • [16] http://de.sputniknews.com/politik/20160324/308667158/rt-enthuellungen-tuerkei-is.html#ixzz43raUTofz
  • [17] http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2016/03/putin-russisches-militar-hat-aufgabe.html#ixzz436StveYQ
  • [18] http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2016/05/wegen-nato-russland-stellt-drei-neue.html#ixzz486Jq8oFo
  • [19] https://www.armstrongeconomics.com/international-news/europes-current-economy/germany-refugee-crisis-leads-to-raiding-healthcare-funds/
  • [20] http://www.info-direkt.eu/eu-sanktionen-wegen-mediengesetz-in-polen/
  • [21] http://www.zerohedge.com/news/2016-04-19/china-launches-yuan-gold-fix-exert-more-control-over-price-gold
  • [22] http://www.goldcore.com/uk/gold-blog/silver-bullion-manipulation-banks-proven-traders-chats/
  • [23] https://swisspropaganda.wordpress.com/die-nzz-studie/

 

Print Friendly

Dieser Beitrag wurde unter 2016, AOG, Armee, FOG, Politik, Sicherheitspolitik, SOG, VBS, Vorstand abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort auf Jahresbericht des Präsidenten

  1. Schlachter sagt:

    Lieber MMM

    Deinen Jahresbericht 2016 habe ich mit grossem Interesse gelesen. Brillant wie immer; schade, dass es Dein Letzter ist!

    Noch etwas: Ich habe neulich D. Gansers neuestes Buch „Illegale Kriege“ gelesen. Dessen Inhalt ist Einklang mit vielem, was Du schreibst. Das Buch habe ich in unseren Medien noch nie rezensiert gesehen. Statt dessen brandmarkt man ihn beim SRF als Verschwörungstheoretiker und umstrittenen Historiker … Erstaunlich oder nicht?

    Beste Grüsse
    Willy

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.