{"id":1248,"date":"2010-11-08T07:30:42","date_gmt":"2010-11-08T05:30:42","guid":{"rendered":"tag:google.com,2005:reader\/item\/e679ece9420d6054"},"modified":"2010-11-11T22:08:05","modified_gmt":"2010-11-11T20:08:05","slug":"infanterist-der-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fricktaleroffiziere.ch\/?p=1248","title":{"rendered":"Infanterist der Zukunft"},"content":{"rendered":"<p>Der Artikel \u201cInfanterist der Zukunft\u201d geh\u00f6rt zu den am meisten aufgerufenen Seiten auf offiziere.ch. Es ist deshalb h\u00f6chste Zeit den urspr\u00fcnglich am 02. April 2007 geschriebenen Artikel zu erweitern und upzudaten.<\/p>\n<div style=\"width: 310px;\"><\/div>\n<p>Die <a href=\"http:\/\/www.offiziere.ch\/?p=324\">6. Milit\u00e4rrevolution<\/a> kennzeichnet sich durch eine Asymmetrierung des Gefechtsfelds, einer Vielzahl Akteure (sowohl milit\u00e4risch wie auch zivil), die Tiefe und Gleichzeitigkeit der Aktionen sowie durch eine Erh\u00f6hung des Technologisierungsgrads (Automatisierung des Gefechtsfelds) und durch eine vernetzte Operationsf\u00fchrung (<a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Network-centric_warfare\">Network-Centric Warfare<\/a>) aus. <!--more-->F\u00fcr die US-amerikanischen Streitkr\u00e4ften bildet die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Joint_Vision_2010\">Joint Vision 2010<\/a> aus dem Jahre 1996 bzw. deren Nachfolgestrategie <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Joint_Vision_2020\">Joint Vision 2020<\/a> aus dem Jahre 2000 die Grundlage. Darin wird festgehalten, dass die US-Streitkr\u00e4fte eine <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Full-spectrum_dominance\">Full-Spectrum Dominance<\/a> anstreben m\u00fcssen, um auch in Zukunft echte milit\u00e4rische \u00dcberlegenheit erreichen zu k\u00f6nnen. Full-Spectrum Dominance ist nur mit einer teilstreitkr\u00e4fte\u00fcbergreifenden Kontrolle aller Einsatzebenen und \u00fcber alle milit\u00e4rischen Operationen hinweg erzielbar, egal ob unilateral oder multilateral. Der US-amerikanische Ansatz zielt nicht nur eine globale Machtaus\u00fcbung an, sondern auch die Beherrschung des Weltraums, des elektromagnetischen Raums und die Sicherstellung der Informations\u00fcberlegenheit. Die Informations\u00fcberlegenheit wird durch eine Vielzahl von Sensoren, einer hochentwickelten Datenauswertung und einer bedarfsgerechten Verteilung erreicht. Das Akronym C4ISTAR fasst die T\u00e4tigkeiten innerhalb einer weiterentwickelten vernetzten Operationsf\u00fchrung zusammen: Command, Control, Computers, Communications, Information beim F\u00fchrungsinformationssystem und Intelligence, Surveillance, Target Acquisition, Reconnaissance beim Aufkl\u00e4rungssystem. Mit einem globalen Informationsnetz (<a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Global_Information_Grid\">Global Information Grid<\/a>) will das Pentagon alle kumulierten Informationen aller Einheiten \u2013 wobei jede Waffenplattform, jedes Fahrzeug, jeder Soldat, jede Aufkl\u00e4rungsdrohne usw. grunds\u00e4tzlich als Sensor dienen kann \u2013 zusammenf\u00fchren, verarbeitet und relevante Informationen f\u00fcr jeden Soldaten bzw. jede Kampfeinheit an jedem Ort, zu jeder Zeit, unter allen Wetterbedingungen zur Verf\u00fcgung stellen. Unter anderem deshalb initiierten die US-amerikanischen Streitkr\u00e4fte das <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Future_Combat_Systems\">Future Combat System<\/a> (2009 gestrichen bzw. durch das <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/BCT_Modernization\">Brigade Combat Team Modernization Program<\/a> abgel\u00f6st) und der <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Future_Force_Warrior\">Future Force Warrior<\/a>. Andere Staaten \u2013 insbesondere NATO-Mitglieder \u2013 haben das US-amerikanische Konzept eines zuk\u00fcnftigen Hightechsoldaten \u00fcbernommen. Vergleichbare Modernisierungsprogramme sind in Deutschland der Infanterist der Zukunft (IdZ), in Spanien das vom deutschen IdZ-Programm abgeleitete <a href=\"http:\/\/www.deagel.com\/Land-Warriors\/COMFUT_a000014001.aspx\">Combatiente Futuro<\/a> (COMFUT), in Frankreich das <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/F%C3%89LIN\">FELIN-System<\/a> (FELIN = Fantassin Equipement et Liaisons Integres) und in der Schweiz das Integrierte Modulare Einsatzsystem Schweizer Soldat (IMESS) in Entwicklung. Damit wird der einzelne Soldat sowohl zum Sensor, der jede eigene Beobachtung und sogar seinen eigenen Zustand (beispielsweise automatisch erfasste medizinische Werte) ins Netz der h\u00f6heren F\u00fchrungsebene einspeist, wie auch zum Empf\u00e4nger von aktuellen Lagebilder, Einsatzkarten und anderen einsatzrelevanten Informationen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.offiziere.ch\/wp-content\/uploads\/Future_Force_Warrior_System-001.jpg\"><img decoding=\"async\" title=\"Future Force Warrior System in der Erprobung\" src=\"http:\/\/www.offiziere.ch\/wp-content\/uploads\/Future_Force_Warrior_System-001-e1289101417257.jpg\" alt=\"Future Force Warrior System in der Erprobung\" height=\"400\" \/><\/a>Der Future Force Warrior stellt ein Konzept der US-Streitkr\u00e4fte dar, welches den Soldaten besser in die vernetzte Operationsf\u00fchrung einbinden und fortschrittliche Technologien zu Gunsten des Soldaten am Boden (Land Warrior) und in der Luft (Air Warrior) integrieren will. Nebst der Vernetzung geht es insbesondere darum, das Gewicht der Ausr\u00fcstung und den Strombedarf des elektronischen Zubeh\u00f6rs zu reduzieren, den Schutz des Soldaten zu verbessern sowie gleichzeitig seine Kampfeffektivit\u00e4t, Umwelt- bzw. Lageerkennung zu steigern. Heutzutage ist ein US-amerikanischer Soldat mit schussfesten Fasern \u2013 wie beispielsweise <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Kevlar\">Kevlar<\/a> \u2013 oder Keramikplatten am ganzen Rumpf, an Oberarmen und -beinen vor Gewehrsch\u00fcssen gesch\u00fctzt. Unter dem Namen \u201cSurvivability Vision\u201d forscht die US-Armee zusammen mit dem <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Massachusetts_Institute_of_Technology\">Massachusetts Institute of Technology<\/a> (MIT) an einem <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ferrofluid\">Ferrofluid<\/a> (Eisenpartikel in Silikon\u00f6l suspendiert), das bei einem angelegten Magnetfeld oder bei elektrischen Spannung innert Millisekunden hart wird. Die H\u00e4rte ist von der St\u00e4rke des Magnetfelds oder der elektrischen Spannung abh\u00e4ngig. Wird das Magnetfeld oder die elektrische Spannung aufgehoben, nimmt das Ferrofluid wieder einen fl\u00fcssigen Zustand ein. Ein Nachteil eines Ferrofluid-Schutzsystem k\u00f6nnte jedoch darin liegen, dass die Aktivierung des ballistischen Schutzes durch den mitgetragenen Computer erfolgen muss, der bei Gefahr eine Spannung oder ein magnetisches Feld anlegen muss. Sch\u00e4tzungen gehen davon aus, dass noch 5-10 Jahre vergehen werden, bis ein solches System schusssicher sein wird. Eine andere L\u00f6sung k\u00f6nnten <a href=\"http:\/\/web.mit.edu\/course\/3\/3.91\/www\/slides\/cunniff.pdf\">M5-Fasern<\/a> bieten, welche die St\u00e4rke von Kevlar \u00fcbersteigen und gleichzeitig leichter sind. In der Bekleidung des Soldaten sollen auch Sensoren integriert werden, welche den physiologischen bzw. medizinischen Zustand des Soldaten \u00fcberwachen sollen (Projektname: \u201cMobility, Sustainability and Human Performance Vision\u201d). Weiter soll eine Arte Mini-Klimaanlage aus feinen R\u00f6hrchen bestehend in die lebensrettende Schicht des Kampfanzuges integriert werden, welche den K\u00f6rper bis zu 100 Watt k\u00fchlen oder aufheizen kann. Unter dem Namen \u201cLethality Vision\u201d will die US-Armee ein fortschrittliches, leichtes Waffensystem f\u00fcr den Kampf in \u00fcberbautem Gel\u00e4nde einf\u00fchren. Wie die Waffe schlussendlich aussehen wird, ist noch unklar und futuristisch anmutenden Bilder von Waffen der n\u00e4chsten Generation zeigen in der Regel bloss Designmodelle ohne effektive Wirkung. Erw\u00e4hnenswert ist sicherlich das <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Lightweight_Small_Arms_Technologies\">Lightweight Small Arms Technologies Program<\/a>, welches sowohl das Gewicht der Waffe um bis zu 35%, wie auch das Gewicht der Munition um mindestens 40% reduzieren will. Um dies zu erreichen, konzentriert sich das Programm auf Munition mit einer Komposith\u00fclse (40% Gewichtsreduktion) oder auf h\u00fclsenlose Munition (rund 50% Gewichtsreduktion \u2013 neben der Gewichtsreduktion wird hier auch rund 40% Volumen eingespart; vgl.: Kori Spiegel und Paul Shipley, \u201c<a href=\"http:\/\/www.offiziere.ch\/wp-content\/uploads\/Spiegel.pdf\">Lightweight Small Arms Technologies<\/a>\u201c, Pr\u00e4sentation am National Defense Industrial Association Joint Services Small Arms Systems Annual Symposium, Mai 2008). Welches der beiden Varianten langfristig weiterverfolgt wird, wird voraussichtlich n\u00e4chstes Jahr entschieden, auch wenn sich die Komposith\u00fclsen-Variante wegen dem tieferen technologischen Risiko mit hoher Wahrscheinlichkeit durchsetzen wird. Bis zur Auslieferung an die Truppe werden voraussichtlich noch rund 6 Jahre vergehen (Quelle: Nikki Maxwell, \u201c<a href=\"http:\/\/www.special-operations-technology.com\/sotech-home\/273-sotech-2010-volume-8-issue-7-september\/3365-lighter-ammunition-less-is-more.html\">Lighter Ammunition: Less is More<\/a>\u201c, SOTECH 8:7, September 2010). Partnerl\u00e4nder bei der Entwicklung dieser fortschrittlichen Munition sind Kanada und Grossbritannien.<\/p>\n<blockquote><p>When I started back in the days of the Cold War, everything was geared towards standard Army battles that would meet out in Europe and slug it out, so they needed the most advanced missiles and tanks and all of that. And really the foot soldier didn\u2019t have that much of a role. Now the wars in Iraq and Afghanistan rely nearly exclusively on the foot soldier, and therefore their weapons and ammunition now are more important than having a tank. \u2014 Paul Shipley, program manager in the Advanced Systems Department at <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/AAI_Corporation\">AAI Corporation<\/a> zitiert in Nikki Maxwell, \u201c<a href=\"http:\/\/www.special-operations-technology.com\/sotech-home\/273-sotech-2010-volume-8-issue-7-september\/3365-lighter-ammunition-less-is-more.html\">Lighter Ammunition: Less is More<\/a>\u201c, SOTECH 8:7, September 2010.<\/p><\/blockquote>\n<p>Unter dem Namen \u201cSensors &amp; Communications Vision\u201d besitzt der Future Force Warrior ein Headgear-Subsystem als Informationshub, welcher taktische Karten beinhaltet und zur drahtlosen Kommunikation mit anderen Einheiten dient. Ausserdem verschafft das herunterklappbare Display (siehe Bild oben links: vorderer Soldat, rechtes Auge) dem Soldaten ein 360\u00b0 Lagebild \u2013 das projizierte Bild ist mit demjenigen eines 17\u2033 Monitor vergleichbar. Das Headgear-Subsystem ist vor der Einwirkung kleinkalibrigen Waffen gesch\u00fctzt. Eine nicht zu untersch\u00e4tzende Herausforderung stellt die Stromversorgung dar. Dazu ist ein 2-20 W starker Mikroturbinengenerator vorgesehen, der mit rund 285g Treibstoff bis zu 6 Tage Strom liefern soll (vermutlich handelt es sich dabei um eine <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Direct_methanol_fuel_cell\">Direktmethanolbrennstoffzelle<\/a>). Zus\u00e4tzlich im Helm integrierte Akkus sollen bis zu 3 Stunden Strom zwischenspeichern k\u00f6nnen. In ferner Zukunft k\u00f6nnte der Future Force Warrior ein <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Exoskelett\">Exoskelett<\/a> beinhalten, welches die Hebe- und Tragf\u00e4higkeit eines Soldaten erh\u00f6hen k\u00f6nnte. Die <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/DARPA\">Defense Advanced Research Projects Agency<\/a> (DARPA) ist seit 2000 an der Entwicklung von Exoskeletten (Human Performance Augmentation Systems) und wird eine erste Phase der Entwicklung wohl noch dieses Jahr abschliessen (Quelle: Jamey Heary, \u201c<a href=\"http:\/\/www.networkworld.com\/community\/node\/57992\">Top 5 DARPA Technology Projects of 2010<\/a>\u201c, Network World, 27.02.2010). Momentan stehen sich zwei konkurrierende Entwicklungen gegen\u00fcber: der <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Human_Universal_Load_Carrier\">Human Universal Load Carrier<\/a> (HULC) von <a href=\"http:\/\/www.berkeleybionics.com\/\">Berkeley Bionics<\/a> und <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Lockheed_Martin\">Lockheed Martin<\/a>, welcher sich auf die Tragf\u00e4higkeit des Soldaten konzentriert (<a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=kO_xwYsfhH8\">Video<\/a>) und XOS 2 von <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Sarcos\">Sarcos<\/a> und <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Raytheon\">Raytheon<\/a> (<a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Z3S5ooR1Ku4\">Video<\/a>).<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.offiziere.ch\/wp-content\/uploads\/idz-es_2010-001.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Infanterist der Zukunft Erweitertes System (IDZ-ES; Stand 2010)\" src=\"http:\/\/www.offiziere.ch\/wp-content\/uploads\/idz-es_2010-001-e1289149692614.jpg\" alt=\"Infanterist der Zukunft Erweitertes System (IDZ-ES; Stand 2010)\" width=\"300\" height=\"449\" \/><\/a>Neben dem Future Force Warrior ist das deutsche IdZ-System eines der fortgeschrittensten Projekte in diesem Bereich. Beim IdZ (Erweitertes System) handelt es sich um eine modular aufgebaute Ausr\u00fcstung f\u00fcr Soldaten der deutschen Bundeswehr mit einer dem Future Force Warrior vergleichbaren Zielsetzung. Durch Verringerung der Traglast, ergonomischer Optimierung und modularem Aufbau soll die Mobilit\u00e4t sowie die Durchhaltef\u00e4higkeit eines Soldaten erh\u00f6ht werden. Die Ausr\u00fcstung soll ausserdem Schutz vor Aufkl\u00e4rung, Witterung, Flammen, ABC, Laser, Splitter und Waffeneinwirkung (<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Beschusshemmende_Weste#Schutzklassen\">ballistischen Schutz der Klasse 1<\/a>) bieten. Die Kampfuniform soll beispielsweise aus weniger Einzelkomponenten bestehen, angenehmer zu tragen, unterschiedlicher Klimaregionen anzupassen, robust und schwer entflammbar sein. Die Schutzbrille sch\u00fctzt die Augen des Soldaten nicht nur vor Wind und Wetter sondern auch vor kleineren Splittern, UV- und Laserstrahlen. Die individuelle Wahrnehmung darf dabei nat\u00fcrlich nicht behindert werden, sondern im Gegenteil soll die Wirksamkeit im Einsatz mit der M\u00f6glichkeit durch indirektes Richten zu Schiessen, bei Tag und Nacht Ziele aufzukl\u00e4ren und zu bek\u00e4mpfen erh\u00f6ht werden. Die Restlichtverst\u00e4rkerbrille \u201cLucie\u201d bietet in der Nacht bei Distanzen zwischen 15 cm bis zu 250 m Entfernung eine gute Sehsch\u00e4rfe. Als Standardbewaffnung dient eine modifizierte Variante des <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/HK_G36\">Sturmgewehr G36A2<\/a>. Nat\u00fcrlich spielt die Vernetzung eine zentrale Rolle und so soll Sprach- und Datenkommunikation auf Gruppen- und F\u00fchrungsebene (<a href=\"http:\/\/www.it-amtbw.de\/portal\/a\/itamtbw\/kcxml\/04_Sj9SPykssy0xPLMnMz0vM0Y_QjzKLNzKK93IxAclB2I6B-pFw0aCUVH1fj_zcVH1v_QD9gtyIckdHRUUAps7jxg!!\/delta\/base64xml\/L3dJdyEvd0ZNQUFzQUMvNElVRS82XzIyX0pDOA!!\">F\u00fcInfoSys<\/a>) erm\u00f6glicht werden (Quelle: Klaus-Peter Nick, \u201c<a href=\"http:\/\/www.offiziere.ch\/wp-content\/uploads\/3_Nick-RheinmetallD-Thales-IDZ-AFCEA090126-Folien.pdf\">Infanterist der Zukunft \u2013 Erweitertes System<\/a>\u201c, AFCEA Fachveranstaltung, 26.01.2010). Innerhalb einer Gruppe soll \u00fcber <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dezimeterwelle\">UHF<\/a>, zum Fahrzeug bzw. zum Zugf\u00fchrer \u00fcber <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ultrakurzwelle\">VHF<\/a> kommuniziert werden. In den Gruppenfahrzeugen ist eine Basisstation integriert, in die sich der Soldat bei seiner R\u00fcckkehr einklinkt, so dass die Akkus aufgeladen werden und die Kommunikation \u00fcber die Bordverst\u00e4ndigungsanlage, zu noch abgesessenen Soldaten oder zur h\u00f6heren F\u00fchrungsebene sichergestellt werden kann. Diese Vernetzung stellt der Infanteriegruppe bei Bedarf ein umfassendes Lagebild auf dem (noch zu entwickelnden) Helmdisplay zur Verf\u00fcgung \u2013 das kann von der Position der eigenen, neutralen oder gegnerischen Kr\u00e4fte \u00fcber Gel\u00e4ndehindernisse wie Minensperren oder zerst\u00f6rten Br\u00fccken bis hin zu Fahndungsfotos von Kriegsverbrechern reichen. Nat\u00fcrlich speisen die Soldaten ihre Informationen ebenfalls in das System ein, was in der Erstellung der Lagebilder einfliesst. F\u00fcr den Einsatz ohne Fahrzeug kann eine modulare, transportable Basisstation mitgenommen werden, die eine Durchhaltef\u00e4higkeit von 72 Stunden garantiert. Auf dem Kernrechner des IdZ l\u00e4uft \u00fcbrigens Linux. W\u00e4hrend eines f\u00fcnfmonatigen Testlaufs 2002 wurden zwei im Kosovo eingesetzte Gruppen der Bundeswehr und zwischen Juli bis November 2004 150 Bundeswehrsoldaten der ISAF in Kundus f\u00fcr 10 Millionen Euro mit dem IdZ-Basisystem (bzw. Version 1) ausger\u00fcstet (Quelle: Martin Billeisen, \u201c<a href=\"http:\/\/www.eads.com\/eads\/germany\/de\/news\/press.d81d0f43-425f-44dd-8078-d2ca033d9e1a.3d7b1259-b415-4264-ab4a-df571a8a9cc2.html?queryStr=Infanterist%20der%20Zukunft&amp;pid=2\">EADS: Infantryman of the Future to be better protected on dangerous missions<\/a>\u201c, EADS, 03.12.2004). Das Basisystem wurde zwischen 2005-2010 an insgesamt 2500 Soldaten abgegeben (Quelle: Susanne Hartwein, \u201c<a href=\"http:\/\/www.eads.com\/eads\/germany\/de\/news\/press.d11707d7-b488-4add-8022-1fa05d3dd1d2.3d7b1259-b415-4264-ab4a-df571a8a9cc2.html?queryStr=Infanterist%20der%20Zukunft&amp;pid=1\">EADS Defence &amp; Security erh\u00e4lt Auftrag zur Lieferung weiterer Basissysteme \u201cInfanterist der Zukunft\u201d an die Bundeswehr<\/a>\u201c, EADS, 17.05.2010). Das (auslaufende) IdZ-Basisystem steht unter der Projektleitung der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/EADS\">European Aeronautic Defence and Space Company<\/a> (EADS); die Projektleitung des nachfolgenden IdZ-Erweitertes System (bzw. Version 2) wurde 2006 an <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rheinmetall\">Rheinmetall Defence<\/a> vergeben. <a href=\"http:\/\/www.rheinmetall.de\/index.php?fid=2055&amp;lang=2\">Gem\u00e4ss Rheinmetall Defence<\/a> handelt es sich beim Erweiterten System jedoch nicht bloss um eine Weiterentwicklung, sondern um eine Neuentwicklung, die fortgeschrittenen Technologien seit der Entwicklung und Beschaffung des Basissystems ber\u00fccksichtigt. Laut Planung soll bis anfangs 2011 ein Vorseriensystems hergestellt werden und das Basissystem ab 2012 durch das Erweiterte System ersetzt werden. Vorgesehen ist derzeit ein Umfang von rund 4\u2019000 St\u00fcck (Quelle: Rheinmetall Defence, \u201c<a href=\"http:\/\/www.rheinmetall-defence.de\/index.php?fid=5362&amp;lang=3\">IdZ-ES in Berlin: a trail-blazing infantry system for the Bundeswehr<\/a>\u201c, 06.08.2010).<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ar.admin.ch\/internet\/armasuisse\/de\/home\/dok\/publi\/Bildkalender.html\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Integriertes Modulares Einsatzsystem Schweizer Soldat (IMESS) - Kalenderblatt August 2010 der Armasuisse\" src=\"http:\/\/www.offiziere.ch\/wp-content\/uploads\/august20101024x768-e1271367646556.jpg\" alt=\"Integriertes Modulares Einsatzsystem Schweizer Soldat (IMESS) - Kalenderblatt August 2010 der Armasuisse\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a>Seit sp\u00e4testens 2007 testet der <a href=\"http:\/\/www.he.admin.ch\/internet\/heer\/de\/home\/themen\/ausbildungszentren\/azh\/versuchsstab\/versuche.html\">Bereich Versuche<\/a> des <a href=\"http:\/\/www.he.admin.ch\/internet\/heer\/de\/home\/themen\/ausbildungszentren\/azh.html\">Ausbildungszentrum Heer<\/a> unter dem Projektnahmen Integriertes Modulares Einsatzsystem Schweizer Soldat (IMESS) IdZ-Basissysteme der Deutschen Bundeswehr. Kompatibilit\u00e4ts- und Gewichtsprobleme haben massgeblich dazu gef\u00fchrt, dass das Beschaffungsprojekt f\u00fcr IMESS einer erneuten \u00dcberpr\u00fcfung unterzogen und nach einer ausgereifteren L\u00f6sung gesucht wurde (Quelle: Fran\u00e7ois Furer, \u201c<a href=\"http:\/\/www.vtg.admin.ch\/internet\/vtg\/de\/home\/themen\/einsaetze\/peace\/swiss.parsys.94238.downloadList.11690.DownloadFile.tmp\/swisspeacesupporter0409.pdf\">Meister des Understatements<\/a>\u201c, Swiss Peace Supporter, Nr. 4, Dezember 2009, p. 20). Die ausgereiftere L\u00f6sung scheint auf dem franz\u00f6sischen FELIN-System (FELIN = Fantassin Equipement et Liaisons Integres) zu basieren, denn gegen Ende 2007 unterzeichnete die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Armasuisse\">Armasuisse<\/a> zwar mit der EADS einen Vertrag zur Lieferung von rund 30 IMESS-Prototypen, Subkontraktor dieses Vertrages ist jedoch <a href=\"http:\/\/www.sagem-ds.com\/\">Sagem D\u00e9fense S\u00e9curit\u00e9<\/a>, welche dem franz\u00f6sische Heer bereits 2007 30 FELIN-Systeme f\u00fcr technische und operationelle Versuche geliefert hatte (Quelle: Brigitte Faure und Philippe Wodka-Gallien, \u201c<a href=\"http:\/\/www.eads.com\/eads\/germany\/de\/news\/press.e12402f9-c014-47db-a68c-3b389a486eb4.3d7b1259-b415-4264-ab4a-df571a8a9cc2.html?queryStr=Infanterist%20der%20Zukunft&amp;pid=1\">EADS Defence &amp; Security erh\u00e4lt als Hauptauftragnehmer zusammen mit Sagem D\u00e9fense S\u00e9curit\u00e9 als Hauptunterauftragnehmer den Zuschlag f\u00fcr die Prototypphase des Schweizer Modernisierungsprogramms f\u00fcr Infanteristen IMESS<\/a>\u201c, EADS, 26.11.2007). Urspr\u00fcnglich war f\u00fcr das IMESS eine Serienproduktion f\u00fcr den Zeitraum 2009-2011 vorgesehen. Aus finanziellen Gr\u00fcnden wurde die Beschaffung jedoch auf 2015, die Truppeneinf\u00fchrung auf 2017 verschoben. Ob es \u00fcberhaupt beschafft wird, ist momentan unklar, denn gem\u00e4ss <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ueli_Maurer\">Bundesrat Ueli Maurers<\/a> <a href=\"http:\/\/www.parlament.ch\/ab\/data\/d\/s\/4813\/323195\/d_s_4813_323195_323368.htm#323468\">Aussage in der Fr\u00fchjahrsession 2010<\/a> wurde das IMESS-Projekt gestoppt.<\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen<\/strong><br \/>\nSehr empfehlenswerte Dokumentation zur Joint Vision 2020: Chairman of the Joint Chiefs of Staff, \u201c<a href=\"http:\/\/www.offiziere.ch\/wp-content\/uploads\/1225.pdf\">Joint Vision 2020: America\u2019s Military \u2013 Preparing for Tomorrow<\/a>\u201c, Joint Force Quarterly, U.S. Government Printing Office, Nr. 20, Juni 2000, p. 57-76.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/flattr.com\/thing\/81504\/Infanterist-der-Zukunft-Update-01\"><br \/>\n<img decoding=\"async\" title=\"Flattr this\" src=\"http:\/\/api.flattr.com\/button\/flattr-badge-large.png\" border=\"0\" alt=\"Flattr this\" \/><\/a><\/p>\n<p><a title=\"Flattr\" href=\"http:\/\/offiziere.ch\/?flattrss_redirect&amp;id=220&amp;md5=61d9391c8d3f7a99c831f2e23ad0efea\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/offiziere.ch\/wp-content\/plugins\/flattrss\/button-compact-static-100x17.png\" alt=\"flattr this!\" \/><\/a><\/p>\n<div style=\"text-align: left; margin: 0px 0px 0px 0px;\"><a href=\"http:\/\/offiziere.ch\/?p=220&amp;pfstyle=wp\"><img decoding=\"async\" style=\"border: none; padding: 0;\" src=\"http:\/\/cdn.printfriendly.com\/pf-print-icon.gif\" alt=\"Print Friendly\" \/><span style=\"font-size: 12; margin-left: 3px; color: #8a3307;\"> Print <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/cdn.printfriendly.com\/pf-pdf-icon.gif\" alt=\"Get a PDF version of this webpage\" \/> PDF <\/span><\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Artikel \u201cInfanterist der Zukunft\u201d geh\u00f6rt zu den am meisten aufgerufenen Seiten auf offiziere.ch. Es ist deshalb h\u00f6chste Zeit den urspr\u00fcnglich am 02. April 2007 geschriebenen Artikel zu erweitern und upzudaten.<br \/>\nNetwork Enabled Operations (NE&#8230; <a href=\"https:\/\/fricktaleroffiziere.ch\/?p=1248\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":17,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"_s2mail":"no","footnotes":""},"categories":[59],"tags":[85],"class_list":["post-1248","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-armee","tag-infanterie"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/fricktaleroffiziere.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1248","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/fricktaleroffiziere.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/fricktaleroffiziere.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fricktaleroffiziere.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/17"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fricktaleroffiziere.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1248"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/fricktaleroffiziere.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1248\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1266,"href":"https:\/\/fricktaleroffiziere.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1248\/revisions\/1266"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/fricktaleroffiziere.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1248"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/fricktaleroffiziere.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1248"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/fricktaleroffiziere.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1248"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}