{"id":1358,"date":"2010-12-27T23:55:30","date_gmt":"2010-12-27T21:55:30","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.ggstof.ch\/?p=1179"},"modified":"2010-12-29T02:10:03","modified_gmt":"2010-12-29T00:10:03","slug":"gedanken-zum-jahreswechsel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fricktaleroffiziere.ch\/?p=1358","title":{"rendered":"Gedanken zum Jahreswechsel"},"content":{"rendered":"<p>Schon bald ist das Jahr 2010 vorbei \u2013 vielleicht eine Zeit, um kurz inne zu halten und sich zu vergegenw\u00e4rtigen, wo wir stehen. Ist man etwas aufmerksam, darf ohne Zweifel gesagt werden, dass viele unter uns echt besorgt sind. Die Sorgen sind nicht unbegr\u00fcndet. Einige Beispiele m\u00f6gen stellvertretend aufgef\u00fchrt werden:<span id=\"more-1179\"> <\/span><\/p>\n<ul>\n<li>Weshalb erachtet es die Landesregierung als unn\u00f6tig, im SIPOL B 2010 die nationalen Interessen zu umreissen, sodass sich daraus strategische Leitlinien f\u00fcr die schweizerische Sicherheitspolitik ergeben?<!--more--><\/li>\n<li>Weshalb wurde bei der Erarbeitung des SIPOLB 2010 in Kauf genommen, dass der geforderte Sicherheitsverbund Schweiz einseitig zulasten der Armee geht und die Kantone ungen\u00fcgend in die Pflicht genommen werden? Dazu m\u00fcsste der Beitrag der Armee zur Wahrung der Inneren Sicherheit klar und unmissverst\u00e4ndlich (inkl. seine Grenzen) umschrieben werden. Der Verzicht auf die Weiterverwendung des Begriffs \u201cRaumsicherung\u201d ist Kosmetik. Die Kantone m\u00fcssen zur Kenntnis nehmen, dass es im Lichte der stets kleiner werdenden Armee ihre ureigenste Aufgabe ist, daf\u00fcr besorgt zu sein, dass die kantonalen Polizeikr\u00e4fte (inkl Polizeikonkordat und IKAPOL) f\u00fcr mehr als die normale Lage ausreichen m\u00fcssen.<\/li>\n<li>Wann endlich werden unsere Parlamentarier-\/innen realisieren, dass die Zeit endg\u00fcltig vorbei ist, in der man die Armee finanziell als \u201cSteinbruch\u201d ben\u00fctzen kann? Es braucht Zivilcourage, um gesetzlich gebundene Beitr\u00e4ge an die verschiedensten Organisationen und Institutionen in Frage zu stellen. Als B\u00fcrger stellen wir fest: die Armee hat in Bern keine Lobby!<\/li>\n<li>Wie lange noch glaubt eines der reichsten L\u00e4nder dieser Welt, sich damit begn\u00fcgen zu k\u00f6nnen, j\u00e4hrlich weniger als 1% des BIP in seine milit\u00e4rische Landesverteidigung stecken zu m\u00fcssen und dabei nicht realisiert, dass diese Haltung im Ausland im besten Fall ein m\u00fcdes L\u00e4cheln provoziert, in der Regel aber mit Verachtung gestraft wird und so der Standort Schweiz mehr und mehr Schaden nimmt?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Fragenkatalog k\u00f6nnte fortgef\u00fchrt werden. Wichtig scheint mir aber, dass man erkennt, dass sich die Fragestellungen nicht auf gefechtstechnischem Niveau abhandeln lassen bzw. sich in Strukturfragen ersch\u00f6pfen d\u00fcrfen. Wenn zum Beispiel die sicherheitspolitische Kommission des St\u00e4nderates verlangt, dass bis Ende M\u00e4rz 2011 weitere drei Armeestrukturen erarbeitet werden (Armeebestand von 60\u2019000, 100\u2019000, 120\u2019000 Mann), so ist die Schussrichtung schlicht falsch. Im Vordergrund muss die Frage nach den Leistungen stehen, die diese Armee zu erbringen hat. Erst daraus resultieren Armeebestand und die dazu passenden Strukturen.<\/p>\n<p>Und noch ein Gedanke: Im Februar 2011 stimmt das Schweizer Volk \u00fcber die \u201cEntwaffnungsinitiative\u201d ab. Lassen wir uns nicht \u00fcber Scheinargumente und humanit\u00e4r verbr\u00e4mte Bef\u00fcrchtungen verunsichern! Es ist schlicht und einfach ein weiterer Versuch gewisser Kreise, die Armee in Raten abzuschaffen und zwar nicht irgendeine Armee abzuschaffen, sondern unsere Milizarmee!<\/p>\n<p>Zu guter Letzt ein Wunsch f\u00fcr das Jahr 2011: M\u00f6ge es gelingen, wieder zu einem nationalen Konsens zum Stellenwert unserer Armee in der Gesellschaft und zu den ihr \u00fcbertragenen Aufgaben im Rahmen der schweizerischen Sicherheitspolitik zu kommen. Damit ist auch klar, wer vornehmlich in der Pflicht ist: unsere Politikerinnen und Politiker! Wir W\u00e4hler werden uns im Rahmen der Gesamterneuerungswahl des Nationalrates 2011 die Frage stellen (m\u00fcssen), wen wir neu oder erneut \u201cnach Bern\u201d schicken. Sicherheitspolitisch versierte, engagierte und mutige Politikerinnen und Politiker sind im aktuellen Umfeld erst recht gefragt.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche allen frohe Festtage und sp\u00e4ter einen guten Start ins neue Jahr. Ihnen und Ihren Angeh\u00f6rigen w\u00fcnsche ich im Namen der Gesellschaft der Generalstabsoffiziere alles Gute. M\u00f6ge das neue Jahr Ihre Erwartungen und Hoffnungen erf\u00fcllen!<\/p>\n<p>Ihr<br \/>\nMartin v.Orelli, Div a D<br \/>\nPr\u00e4sident der Gesellschaft der Generalstabsoffiziere<\/p>\n<p><a title=\"Flattr\" href=\"http:\/\/www.ggstof.ch\/blog\/?flattrss_redirect&amp;id=1179&amp;md5=41ccd04cfe7775ba9eec0d0d1f14d70c\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ggstof.ch\/blog\/wp-content\/plugins\/flattrss\/img\/flattr-badge-large.png\" alt=\"flattr this!\" \/><\/a><\/p>\n<div class=\"pfButton\" style=\"text-align: left; margin: 0px 0px 0px 0px;\"><a href=\"http:\/\/blog.ggstof.ch\/?p=1179&amp;pfstyle=wp\"><img decoding=\"async\" class=\"printfriendly\" src=\"http:\/\/cdn.printfriendly.com\/pf-button.gif\" alt=\"PrintFriendly\" \/><\/a><\/div>\n<p class=\"wp-flattr-button\">\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.ggstof.ch\/blog\/wp-content\/plugins\/comments-on-feed\/comments-template.php?id=1179\">Write a quick comment<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon bald ist das Jahr 2010 vorbei \u2013 vielleicht eine Zeit, um kurz inne zu halten und sich zu vergegenw\u00e4rtigen, wo wir stehen. Die Gedanken des Pr\u00e4sidenten der GGstOf, Div a D Martin von Orelli, passen auch f\u00fcr die FOG. Wir w\u00fcnschen allen ein gutes 2011! <a href=\"https:\/\/fricktaleroffiziere.ch\/?p=1358\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":18,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"_s2mail":"yes","footnotes":""},"categories":[5,59],"tags":[77,49,330],"class_list":["post-1358","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-5","category-armee","tag-gesellschaft","tag-ggstof","tag-sicherheitspolitik"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/fricktaleroffiziere.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1358","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/fricktaleroffiziere.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/fricktaleroffiziere.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fricktaleroffiziere.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/18"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fricktaleroffiziere.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1358"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/fricktaleroffiziere.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1358\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1386,"href":"https:\/\/fricktaleroffiziere.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1358\/revisions\/1386"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/fricktaleroffiziere.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1358"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/fricktaleroffiziere.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1358"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/fricktaleroffiziere.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1358"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}