{"id":1856,"date":"2011-04-02T10:15:55","date_gmt":"2011-04-02T08:15:55","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.ggstof.ch\/?p=1434"},"modified":"2011-05-14T22:22:04","modified_gmt":"2011-05-14T20:22:04","slug":"resultate-der-mitgliederumfrage-%e2%80%9carmeebericht%e2%80%9d","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fricktaleroffiziere.ch\/?p=1856","title":{"rendered":"Resultate der Mitgliederumfrage \u201cArmeebericht\u201d"},"content":{"rendered":"<p><a title=\"Mitgliederumfrage: R\u00fcckweisung des Armeeberichts?\" href=\"http:\/\/blog.ggstof.ch\/?p=1372\">Anfang M\u00e4rz<\/a> forderten wir unsere Mitglieder auf, sich zum Armeebericht und der zu vertretenden Position der GGstOf zu \u00e4ussern. \u00dcber 60 Mitglieder haben daran teilgenommen und mitunter ausf\u00fchrliche Feedbacks eingereicht \u2013 Herzlichen Dank!<\/p>\n<p><strong>Resultate<br \/>\n<\/strong><span id=\"more-1434\"> <\/span>An der Umfrage haben 63 Mitglieder teilgenommen. Nach ihrem beruflichen Hintergrund gefragt, meldeten sich 22 (35%) als pensioniert, 11 (17%) Berufsoffiziere, 8 (13%) aus der Verwaltung und 21 (33%) aus der Privatwirtschaft.<\/p>\n<ul>\n<li>40 (64%) vertraten eine ablehnende Haltung und daher die Meinung, die GGstOf sollte gegen den vorliegenden Armeebericht lobbyieren (25%) oder sich zumindest dagegen aussprechen (39%).<\/li>\n<li>8 (13%) sind der gegenteiligen Meinung, wobei niemand der Meinung ist, dass die GGstOf aktiv <em>f\u00fcr<\/em> den Armeebericht lobbyieren soll.<\/li>\n<li>Knapp 10% meinen, die GGstOf soll sich dazu nicht \u00e4ussern.<\/li>\n<li>13% w\u00fcnschen sich eine neutrale Haltung.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Feedbacks<\/strong><br \/>\nDie einzige Stimme, die sich <span style=\"text-decoration: underline;\">nicht ablehnend<\/span> zum Armeebericht ge\u00e4ussert hat, sieht in einer Ablehnung\u00a0\u201dkeine Alternative\u201d.<\/p>\n<p>Fast durchwegs ist man sich einig, dass weniger der Armeebericht, sondern der <strong>sicherheitspolitischer Bericht<\/strong> das \u201cHaupt\u00fcbel\u201d ist. Mitunter werden harte Worte verwendet. So \u201c<em>beugt [er] sich\u00a0\u2019\u00e4usseren Zw\u00e4ngen\u2019<\/em>\u201c, ist \u201c<em>unvollst\u00e4ndig<\/em>\u201c, und l\u00e4sst \u201c<em>jegliche\u00a0strategische\u00a0Weitsicht vermissen<\/em>\u201c. Gefordert wird eine \u201c<em>umfassende Analyse der sicherheitspolitischen Lage<\/em>\u201d die in \u201c<em>einen klaren Auftrag<\/em>\u201d m\u00fcndet.\u00a0An die Tugenden der Generalstabsoffiziere appellierend, schreibt ein Mitglied: \u201c<em>Es\u00a0ist ein Gebot der generalst\u00e4blichen Redlichkeit und Glaubw\u00fcrdigkeit,\u00a0schlechte Konzepte\u00a0zur\u00fcckzuweisen.<\/em>\u201c\u00a0Nach den Gr\u00fcnden suchend, r\u00e4tselt ein Mitglied:\u00a0<em>\u201cOffensichtlich\u00a0sind die Bundesbeh\u00f6rden und die\u00a0Armeef\u00fchrung mit der Aufgabe \u00fcberfordert.\u201d<\/em><\/p>\n<p>Der <strong>Armeebericht<\/strong> selbst \u2013 und man kann davon ausgehen, dass er von den Autoren gelesen wurde \u2013 wird mit folgenden \u00c4usserungen (ab)qualifiziert:<\/p>\n<ul>\n<li>Er \u201c<em>gibt keine Antwort auf Sinn und Zweck der Armee<\/em>\u201c,\u00a0\u201d<em>geht von einer falschen\u00a0Interpretation des Milizgrundsatzes aus<\/em>\u201c, \u201c<em>versucht f\u00e4lschlicherweise,\u00a0das\u00a0milit\u00e4rische Personal zu sch\u00fctzen<\/em>\u201c,\u00a0\u201d<em>wirkt eher wie ein\u00a0Versuchsballon<\/em>\u201c,\u00a0\u201d<em>folgt keiner logischen\u00a0Herleitung<\/em>\u201c,\u00a0\u201d<em>ne se fonde sur aucune strat\u00e9gie claire et ne d\u00e9finit pas les\u00a0priorit\u00e9s<\/em>\u201c<\/li>\n<li>Er ist \u201c<em>diffus<\/em>\u201c,\u00a0ein \u201c<em>Schnellschuss<\/em>\u201d oder ein \u201c<em>Flickwerk\u00a0wie es schon die Konzepte\u00a0A95, AXXI und der ES 08\/11 waren<\/em>\u201c. Er ist ein \u201c<em>Sammelwerk\u00a0unz\u00e4hliger Kompromisse,\u00a0die schliesslich allen schadet<\/em>\u201c, \u201c<em>einseitig<\/em>\u201c,\u00a0\u201d<em>unausgewogen und unvollst\u00e4ndig<\/em>\u201c,\u00a0<em>\u201ceine Schande und Ausdruck fehlenden R\u00fcckgrats\u00a0gegen\u00fcber den politischen\u00a0Kr\u00e4ften\u201d, <\/em>\u201c<em>nicht sachlich genug bearbeitet<\/em>\u201c, \u201c<em>untauglich<\/em>\u201d oder schlicht \u201c<em>inakzeptabel<\/em>\u201c.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Weitere Meinungen:<\/p>\n<ul>\n<li><em>\u201cAus\u00a0generalst\u00e4blicher Sicht ist das Dokument nicht brauchbar, da es die\u00a0grundlegenden Elemente\u00a0einer strategischen Lagebeurteilung (A-E-K w\u00e4re\u00a0auch hier nicht falsch) nicht ber\u00fccksichtigt.\u201d<\/em><\/li>\n<li>\u201c<em>Der Ansatz, \u2018Geld\u2019 und \u2018Bestand\u2019 zu fixieren und erst\u00a0danach\u00a0das Leistungsprofil abzuleiten, ist nicht redlich und wird nicht zu\u00a0einem brauchbaren Resultat f\u00fchren.<\/em>\u201c<\/li>\n<li>\u201c<em>Der\u00a0Armeebericht richtet sich nicht nach der Absicht und dem Auftrag der\u00a0Armee, sondern nach der\u00a0Allokation der finanziellen Mittel. Jede private\u00a0Unternehmung dieser Gr\u00f6sse w\u00fcrde mit einer solchen\u00a0Strategie vom Markt\u00a0verschwinden.<\/em>\u201c<\/li>\n<li>\u201c<em><em>Die aktuell diskutierten\u00a0Modelle \u2013 besonders aber\u00a0das bundesr\u00e4tliche Armeemodell im Armeebericht \u2013 weisen ungen\u00fcgende Leistungsprofile auf.<\/em>\u201c<\/em><\/li>\n<li><em> <\/em>\u201c<em>Das Pferd wird von Neuem am Schwanz aufgez\u00e4umt. Erst\u00a0m\u00fcsste doch definiert\u00a0werden, welche Leistungen\u00a0die Armee in Zukunft\u00a0erbringen soll und muss. Nachher ist eine Diskussion\u00a0zur Gr\u00f6sse der\u00a0Armee und zu den Kosten m\u00f6glich.<\/em>\u201c<\/li>\n<li>\u201c<em>Ein Armeebericht hat sich an strategisch politischen\u00a0Vorgaben zu orientieren. Diese liegen heute in der\u00a0gew\u00fcnschten Form\u00a0nicht vor, sind aber Voraussetzung.<\/em>\u201c<\/li>\n<li>\u201c<em>Der Armeebericht als Basis f\u00fcr\u00a0Umsetzungsschritte f\u00fchrt zwangsweise dazu, dass die Armee\u00a0den\u00a0Verfassungsauftrag nicht mehr erf\u00fcllen kann.<\/em>\u201c<\/li>\n<li>\u201c<em>Wir sind dabei, unsere\u00a0Armee bis zur L\u00e4cherlichkeit\u00a0abzubauen. Nach jeder Reform treten neue\u00a0M\u00e4ngel auf, die allein mit einer weiteren\u00a0Bestandesreduktion behoben\u00a0werden sollen. Das ist eine \u2018Totengr\u00e4berpolitik\u2019!<\/em>\u201c<\/li>\n<li>Der\u00a0Armee ist es \u201c<em>nicht m\u00f6glich den daraus resultierenden\u00a0Auftrag abzuleiten<\/em>\u201c. Im Armeebericht wird \u201c<em>etwas\u00a0hilflos und ohne Grundlagen\u00a0versucht, Rolle und Aufgaben der\u00a0Armee zu definieren.<\/em>\u201c<\/li>\n<li>\u201c<em>Der\u00a0erste Schritt zur Rettung unserer Armee bedingt die R\u00fcckweisung des\u00a0Armeeberichts. Mit einer\u00a0Nachbesserung w\u00fcrden die Weichen in die falsche\u00a0Richtung gestellt.<\/em>\u201c<\/li>\n<\/ul>\n<p>Es finden sich auch wohlwollende Statements:<\/p>\n<ul>\n<li>Der Armeebericht \u201c<em>erlaubt eine notwendige\u00a0Diskussion, die dazu\u00a0f\u00fchren muss, wieder eine ehrliche Situation zu\u00a0haben (Aufgaben, Leistungen und Ressourcen im\u00a0Einklang).<\/em>\u201c<\/li>\n<li>\u201c<em>Der\u00a0Armeebericht entspricht einer Auslegeordnung und ist als Diskussions-\u00a0und Informationsbeitrag an\u00a0das Parlament gerichtet. Den Bericht zu\u00a0bek\u00e4mpfen oder zu bef\u00fcrworten, also zu polarisieren, verspricht\u00a0wenig\u00a0Erfolg.<\/em>\u201c<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das <strong>Parlament<\/strong> kann sich der Kritik nicht entziehen. Man attestiert im fehlende \u201c<em>Sachkompetenz in milit\u00e4rischen Fragen.<\/em>\u201d<\/p>\n<p><strong>Vor- und Ratschl\u00e4ge<\/strong> wurden ge\u00e4ussert. So z.B.:<\/p>\n<p><!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 11.0px Arial} span.s1 {letter-spacing: 0.0px} --><\/p>\n<ul>\n<li>\u201c<em>Die Armee sollte die Szenarien bei einem Verzicht auf die Eckwerte\u00a0\u201dMilizsystem, Wehrpflicht und\u00a0B\u00fcndnisfreiheit\u201d proaktiv untersuchen,\u00a0bevor sie von der Realit\u00e4t (Ereignis, Finanzen, politischer Vorstoss ua)\u00a0dazu gezwungen wird.<\/em>\u201c<\/li>\n<\/ul>\n<p>An die <strong>GGstOf<\/strong> gerichtete W\u00fcnsche:<\/p>\n<p><!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 11.0px Arial} span.s1 {letter-spacing: 0.0px} --><\/p>\n<ul>\n<li>\u201c<em>Wir m\u00fcssen uns\u00a0vermehrt vor den palamentarischen Schachz\u00fcgen und\u00a0Grabenk\u00e4mpfen aktiv in\u00a0die Grundlagenpapiere einbringen.<\/em>\u201c<\/li>\n<li>\u201c<em>Wir k\u00f6nnen den (mehr oder weniger) interessierten\u00a0Journalisten Hintergrund-Stoff liefern<\/em>\u201c<\/li>\n<li>\u201c<em>Wenn wir uns in Zukunft zu\u00a0Themen \u00e4ussern wollten sollten wir zeitnah reagieren; sonst wird das\u00a0kaum wahrgenommen.<\/em>\u201c<\/li>\n<li><em>\u201cDie GGst Of soll sich als selbst\u00e4ndige, informierte, sachliche und\u00a0glaubw\u00fcrdige (beratende) Stimme in\u00a0der armeepolitischen Debatte etablieren.\u201d<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p>Eine Gruppe von Gst Of empfiehlt, eine <strong>neutrale Haltung<\/strong> einzunehmen:<\/p>\n<p><!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 11.0px Arial} span.s1 {letter-spacing: 0.0px} --><\/p>\n<ul>\n<li><em>\u201cEine neutrale\u00a0Haltung des Gst Of Korps ist glaubw\u00fcrdiger\u201d<\/em><\/li>\n<li><em>\u201cDie Politik [soll] sich\u00a0zuerst \u2018die Finger daran\u00a0verbrennen\u2019.\u201d<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Entscheid Vorstand<\/strong><br \/>\nDer Vorstand wird sich an seiner Sitzung von dieser Woche mit dem Thema auseinandersetzen und in seinem Arbeitsbericht dar\u00fcber berichten.<\/p>\n<div style=\"text-align: left; margin: 0px 0px 0px 0px;\"><a style=\"text-decoration: none; outline: none;\" href=\"http:\/\/blog.ggstof.ch\/?p=1434&amp;pfstyle=wp\"><img decoding=\"async\" class=\"printfriendly\" src=\"http:\/\/cdn.printfriendly.com\/pf-button.gif\" alt=\"PrintFriendly\" \/><\/a><\/div>\n<p class=\"wp-flattr-button\">&nbsp;<\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.ggstof.ch\/blog\/wp-content\/plugins\/comments-on-feed\/comments-template.php?id=1434\">Write a quick comment<\/a><\/strong><\/p>\n<p><a title=\"Flattr\" href=\"http:\/\/www.ggstof.ch\/blog\/?flattrss_redirect&amp;id=1434&amp;md5=0e6fb6d71007ee76b6098b5ca03f9b7e\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ggstof.ch\/blog\/wp-content\/plugins\/flattr\/img\/flattr-badge-large.png\" alt=\"flattr this!\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anfang M\u00e4rz forderte die GGstOf ihre Mitglieder auf, sich zum Armeebericht und der zu vertretenden Position der GGstOf zu \u00e4ussern. \u00dcber 60 Mitglieder haben daran teilgenommen und mitunter ausf\u00fchrliche Feedbacks eingereicht.<\/p>\n<p>Resultate<br \/>\nAn der Umfrage haben 63 Mitglieder teilgenommen. &#8230; 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