{"id":2935,"date":"2011-07-13T19:01:35","date_gmt":"2011-07-13T17:01:35","guid":{"rendered":"http:\/\/gruppe-giardino.ch\/?p=2617"},"modified":"2011-07-28T14:06:18","modified_gmt":"2011-07-28T12:06:18","slug":"stellungnahme-der-gruppe-giardino-zum-positionspapier-der-sog","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fricktaleroffiziere.ch\/?p=2935","title":{"rendered":"Stellungnahme der Gruppe GIARDINO zum Positionspapier der SOG"},"content":{"rendered":"<p>Die Gruppe GIARDINO unterst\u00fctzt mehrheitlich die Forderungen der SOG in ihrem Positionspapier vom 12. Juli 201 und dankt den Verantwortlichen f\u00fcr die grosse Arbeit. Ganz im Sinne der \u2018Konzentration der Kr\u00e4fte\u2019 unterst\u00fctzt GIARDINO die SOG bei der Vorbereitung einer Volksinitiative. GIARDINO wird ihre bisher gemachten eigenen \u00dcberlegungen in die Arbeit der SOG einfliessen lassen.<\/p>\n<p>Das Positionspapier der SOG ist eine ausgezeichnete Diskussionsgrundlage f\u00fcr die aktuelle sicherheitspolitische Diskussion. GIARDINO sieht sich in ihren Forderungen best\u00e4tigt und unterst\u00fctzt insbesondere folgende Punkte:<!--more--><\/p>\n<ul>\n<li>Bedrohungen:<\/li>\n<ul>\n<li>Risiken und Gefahren sind unabh\u00e4ngig von ihrer Wahrscheinlichkeit zu beurteilen. (Seite 6)<\/li>\n<li>Die sicherheitspolitischen Instrumente sind auf die gef\u00e4hrlichsten Bedrohungen auszurichten. (Seite 7)<\/li>\n<li>Eine weitere Reduktion der milit\u00e4rischen F\u00e4higkeiten ist unverantwortlich. (Seite 7)<\/li>\n<\/ul>\n<li>Neutralit\u00e4t:<\/li>\n<ul>\n<li>Kein Beitritt zu einem milit\u00e4rischen B\u00fcndnis wie NATO. (Seite 8 )<\/li>\n<\/ul>\n<li>Strategie<\/li>\n<ul>\n<li>Zuerst die Strategie, dann die Instrumente. (Seite 9)<\/li>\n<\/ul>\n<li>Allgemeine Wehrpflicht:<\/li>\n<ul>\n<li>Differenzierte Tauglichkeit, Nachteile beseitigen, konsequent durchsetzen (Seite 12)<\/li>\n<\/ul>\n<li>Weiterentwicklung:<\/li>\n<ul>\n<li>Eine weitere grundlegende Armeereform braucht es zum jetzigen Zeitpunkt nicht. (Seite 16)<\/li>\n<li>Der Bundesratsbeschluss vom 26. November 2008 ist keine konsequente Folge des Sipol B sowie des Armeeberichts 2010. Eine Reduktion der Verteidigungskr\u00e4fte ist falsch. (Seite 17)<\/li>\n<\/ul>\n<li>Auftr\u00e4ge:<\/li>\n<ul>\n<li>Die Verteidigung ist die \u201cRaison d\u2019\u00eatre\u201d der Armee. (Seite 18)<\/li>\n<li>Unbefristete Eins\u00e4tze sind zu vermeiden. VEMZ-Eins\u00e4tze zu beschr\u00e4nken (Seite 19)<\/li>\n<li>Jeder Kanton erh\u00e4lt wieder ein Infanteriebataillon mit Angeh\u00f6rigen aus dem entsprechenden Kanton. (Seite 19).<\/li>\n<\/ul>\n<li>Organisation:<\/li>\n<ul>\n<li>Dezentralisierung der Armeestrukturen. (Seite 20)<\/li>\n<li>Wiedereinf\u00fchrung des \u201cGeneralstab\u201d (Seite 20)<\/li>\n<li>Mindestens 120\u2019000 Angeh\u00f6rige. (Seite 21)<\/li>\n<li>Keine weitere Aufl\u00f6sung von Verb\u00e4nden. (Seite 22)<\/li>\n<li>Umwandlung der Reservebrigaden in aktive Brigaden (Seite 22)<\/li>\n<li>Schaffung eines Mobilmachungssystems (Seite 22)<\/li>\n<\/ul>\n<li>Ausbildung:<\/li>\n<ul>\n<li>R\u00fcckkehr zum Zwei-Start-Modell (Seite 24)<\/li>\n<li>Ausbildung und Betreuung durch Milizkader (Seite 24)<\/li>\n<li>St\u00e4rkere Gewichtung der Praxis (Seite 24)<\/li>\n<\/ul>\n<li>Finanzen:<\/li>\n<ul>\n<li>Keine Steuerung durch finanzielle Vorgaben des Bundesrates, sondern systematischer, sicherheitspolitischer Prozess (Seite 26)<\/li>\n<li>Die Unterfinanzierung ist mitverantwortlich (!) f\u00fcr die bestehenden L\u00fccken und M\u00e4ngel. (Seite 27)<\/li>\n<\/ul>\n<li>Forderungen:<\/li>\n<ul>\n<li>Wir unterst\u00fctzen die Forderungen der SOG. (Seite 29f)<\/li>\n<\/ul>\n<\/ul>\n<p>Gleichzeitig sind Fragezeichen erlaubt, so etwa:<\/p>\n<ul>\n<li>Neutralit\u00e4t:<\/li>\n<ul>\n<li>Hier fehlt eine Hinweis auf die Bedeutung der Alpen\u00fcberg\u00e4nge und des Wasserschlosses f\u00fcr Europe und deren Sicherung durch eine neutrale Schweiz, ebenso der Hinweis auf die v\u00f6lkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz.<\/li>\n<\/ul>\n<li>Bedrohungen:<\/li>\n<ul>\n<li>Wieso muss mit einer \u201cRisikomatrix\u201d gearbeitet werden, wenn doch die Wahrscheinlichkeiten keine Rolle spielen sollen? (Seiten 6)<\/li>\n<\/ul>\n<li>Allgemeine Wehrpflicht:<\/li>\n<ul>\n<li>Es verst\u00f6rt sehr, wenn die SOG schreibt: \u201c<em>Solange [sig!] ein B\u00fcndnisbeitritt der Schweiz politisch nicht mehrheitsf\u00e4hig ist und solange [sig!] von der Armee ein Leistungsspektrum im heutigen Rahmen verlangt wird, bleibt die Milizarmee mit Wehrpflicht die naheliegende, effiziente und vern\u00fcnftige L\u00f6sung.<\/em>\u201d (Seite 11)<\/li>\n<li>Wir distanzieren uns von der Meinung, eine Milizarmee erreiche nur ein \u201c<em>mittleres Ausbildungsniveau<\/em>\u201d und die \u201c<em>Bedienung komplexer Systeme [sei] eingeschr\u00e4nkt<\/em>\u201d (Seite 11)<\/li>\n<li>Ob \u201c<em>Anreize zur Leistung von Milit\u00e4rdienst<\/em>\u201d (bei gleichzeitig geforderter Durchsetzung der Wehrpflicht) notwendig sind, ist zu bezweifeln. (Seite 12)<\/li>\n<li>Die Schw\u00e4chen der Allgemeinen Wehrpflicht (\u201c<em>Marktwirtschaftliche Verzerrung, B\u00fcrokratisierung, Solidarit\u00e4tsdelegation\u201d<\/em> und<em> \u201cZwangscharakter nicht kompatibel mit EMRK<\/em>\u201c) sind nicht nachvollziehbar und wom\u00f6glich sogar falsch.<\/li>\n<\/ul>\n<li>Auftr\u00e4ge:<\/li>\n<ul>\n<li>Wieso spricht die SOG nur von Verteidigungs-\u201dKompetenzen\u201d? (Seite 18)<\/li>\n<li>Woher kommt der Schluss, dass f\u00fcr die Verteidigung am Boden \u201czwei starke, vollst\u00e4ndig ausger\u00fcstete Brigaden\u201d bereits gen\u00fcgen? (Seite 19)<\/li>\n<li>Die Friedensf\u00f6rderung geht GIARDINO zu weit. (Seite 19f) Sie ist stattdessen auf humanit\u00e4re Hilfe zu reduzieren.<\/li>\n<\/ul>\n<li>R\u00fcstung:<\/li>\n<ul>\n<li>Die SOG muss noch genauer definieren, was \u201cveraltete Systeme\u201d sind, welche sie vollst\u00e4ndig liquidieren\/verkaufen will. (Seite 26)<\/li>\n<li>Uns fehlen klare Stopp-Signale f\u00fcr die Verramschung von Armeematerial (inkl. Fest Mw).<\/li>\n<\/ul>\n<li>Fazit<\/li>\n<ul>\n<li>Wenn alle Reserveverb\u00e4nde wieder (wie gefordert) aktiv w\u00fcrden, m\u00fcsste ein Bestand von deutlich \u00fcber 120\u2019000 AdA erreicht werden. Diese Zahl ist klar auszuweisen.<\/li>\n<li>Wollte man die (stille) Reserve behalten, ist auch diese klar auszuweisen.\u00a0Wenn der\u00a0Mindestbestand von 120\u2019000 AdA realisiert wird, ist eine zus\u00e4tzliche, strukturierte, ausgebildete und ausger\u00fcstete Reserve von 80\u2019000 Mann f\u00fcr eine starke Milizarmee zwingende Voraussetzung.<\/li>\n<li><strong>Die SOG m\u00fcsste den Armeebericht, der den Beschluss vom 26. November 2008 nachvollzieht, konsequent (!) ablehnen. Stattdessen <a href=\"http:\/\/sog.ch\/fileadmin\/user_upload\/pdf\/110620_Armeebericht-2010-Anho__rung_SiK-NR.pdf\">empfiehlt sie der SiK-N<\/a>, die Variante 120\u2019000 weiterzuverfolgen\u2026 Doch diese Variante widerspricht sich dem Positionspapier in vielen Punkten und auch dem Fazit aus Seite 28. Quo Vadis SOG? Was gilt nun?<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<\/ul>\n<div><strong>Fazit GIARDINO:<\/strong><\/div>\n<div>\n<ul>\n<li>Das Positionspapier der SOG ist eine sehr gute Zusammenfassung der wichtigen Eckwerte.<\/li>\n<li>Bei mehreren Punkten sind Korrekturen notwendig und Erg\u00e4nzungen n\u00f6tig.<\/li>\n<li>In ihren Taten ist die SOG noch nicht greifbar bzw. inkonsequent.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<div class=\"printfriendly\" style=\"text-align: left; margin: 0px 0px 0px 0px;\"><a style=\"text-decoration: none; outline: none; color: #55750c;\" href=\"http:\/\/gruppe-giardino.ch\/?p=2617&amp;pfstyle=wp\" rel=\"nofollow\"><img decoding=\"async\" class=\"printfriendly\" src=\"http:\/\/cdn.printfriendly.com\/pf-icon-small.gif\" alt=\"Print Friendly\" \/><span style=\"font-size: 14px; margin-left: 3px; color: #55750c;\">Print Friendly<\/span><\/a><\/div>\n<div style=\"float: right; padding: 5px 0px 0px 5px;\" align=\"right\"><a type=\"button_count\" name=\"fb_share\"><\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gruppe GIARDINO unterst\u00fctzt mehrheitlich die Forderungen der SOG in ihrem Positionspapier vom 12. Juli 201 und dankt den Verantwortlichen f\u00fcr die grosse Arbeit. Ganz im Sinne der &#8216;Konzentration der Kr\u00e4fte&#8217; unterst\u00fctzt GIARDINO die SOG bei der Vorbereitung einer Volksinitiative. GIARDINO wird ihre bisher gemachten eigenen \u00dcberlegungen in die Arbeit der SOG einfliessen lassen. Das Positionspapier der SOG ist eine ausgezeichnete Diskussionsgrundlage f\u00fcr die aktuelle sicherheitspolitische Diskussion. GIARDINO sieht sich in ihren Forderungen best\u00e4tigt und unterst\u00fctzt insbesondere folgende Punkte: Bedrohungen: Risiken und Gefahren sind unabh\u00e4ngig von ihrer Wahrscheinlichkeit zu beurteilen. 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