{"id":3044,"date":"2011-09-06T09:31:20","date_gmt":"2011-09-06T07:31:20","guid":{"rendered":"http:\/\/fricktaleroffiziere.ch\/?p=3044"},"modified":"2011-09-06T09:31:20","modified_gmt":"2011-09-06T07:31:20","slug":"erfahrungen-mit-neuen-medien-in-der-vereinskommunikation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fricktaleroffiziere.ch\/?p=3044","title":{"rendered":"Erfahrungen mit Neuen Medien in der Vereinskommunikation"},"content":{"rendered":"<p><em>Ende 2008 hat die Gesellschaft der Generalstabsoffiziere (GGstOf) begonnen, die Kommunikation zu ihren damals 540 Mitgliedern st\u00e4rker auf elektronische Mittel zu konzentrieren und neue Mitglieder &#8220;im Einzelsprung&#8221; bzw. mit einer pers\u00f6nlichen Ansprache zu gewinnen. Heute hat sich nicht nur die Mitgliederzahl um fast 40% erh\u00f6ht, sondern auch der eingeschlagene Weg bew\u00e4hrt. Der Projektleiter zieht eine Zwischenbilanz.<!--more--><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Publiziert im Schweizer Soldat Nr. 09, September 2011<br \/>\nvon Markus M. M\u00fcller\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em><\/em>Sp\u00e4testens in der Offiziersschule hat man uns gelehrt: &#8220;<em>Information ist ein F\u00fchrungsmittel<\/em>&#8220;. Die n\u00e4chste Stufe ist die Kommunikation, also Dialog und Austausch. Hier orten viele Offiziersgesellschaften noch Potenzial, denn der Verein definiert sich nicht nur aus Veranstaltungen (Pist S) sondern insbesondere durch gemeinsame Werte, Interessen und sogar Meinungen.<\/p>\n<p><strong>Neue Chancen f\u00fcr Vereine<\/strong><br \/>\n\u00d6rtlich und zeitlich gebundene Referate und Podien k\u00f6nnen zwar der Informationsvermittlung dienen, sind aber immer weniger mit den gef\u00fcllten Terminkalendern vereinbar. Wenn regelm\u00e4ssige und aktuelle Informationen fliessen sollen, sind selbst gedruckte Medien wie die ASMZ immer zu sp\u00e4t. Abhilfe schaffen hier die neuen Kommunikationstechnologien (&#8216;Neue Medien&#8217; oder &#8216;Social Media&#8217;) insbesondere f\u00fcr Vereine mit geografisch weitgestreuter Mitgliederbasis.<\/p>\n<p>Die Gesellschaft der Generalstabsoffiziere nutzt zwei elektronische Systeme f\u00fcr die Kommunikation mit ihren Mitgliedern: Die <a href=\"http:\/\/ggstof.ch\" target=\"_blank\">Online-Plattform<\/a>\u00a0und den <a href=\"http:\/\/blog.ggstof.ch\" target=\"_blank\">Blog<\/a>. Die Online-Plattform dient der Mitgliederverwaltung und ist nur den Mitgliedern als Verzeichnis zug\u00e4nglich. Der Blog ist \u00f6ffentlich.<\/p>\n<p><strong>Direkt in die Mailbox<\/strong><br \/>\nBlog-Beitr\u00e4ge werden den Mitgliedern per E-Mail (RSS wird kaum genutzt) mit einem &#8220;Anriss&#8221; und dem Link zum Beitrag angek\u00fcndigt (&#8220;Teaser&#8221;). \u00dcber 700 Generalstabsoffiziere erhalten so regelm\u00e4ssig &#8220;Post&#8221;. Sie entscheiden anschliessend, ob und wann sie den Beitrag auf dem Blog lesen wollen. Je nach Thema hinterlassen sie einen Kommentar.<\/p>\n<p>Hier hat sich gezeigt, dass Ernennungen und Bef\u00f6rderungen immer auf grosses Interesse stossen. Interaktive Elemente wie Umfragen oder &#8220;Quick-Polls&#8221; (&#8220;Was halten Sie davon?&#8221; &#8211; super, gut, schlecht) gestatten dem Vorstand, rasch ein informatives Feedback zu erhalten. Ank\u00fcndigungen zu und Berichte \u00fcber Veranstaltungen geben den Mitgliedern ein st\u00e4rkeres Gef\u00fchl der Zugeh\u00f6rigkeit. Pointierte Stellungnahmen zu aktuellen Fragen (bspw. &#8220;Armeebericht&#8221;) werden gesch\u00e4tzt und initiieren die \u00f6ffentliche Diskussion.<\/p>\n<p><strong>Zusammenarbeit \u00fcber den Verein hinaus<\/strong><br \/>\nDie aus dem Blog der GGstOf gewonnenen Erfahrungen flossen im Fr\u00fching 2010 in den neuen Blog der Fricktalischen Offiziersgesellschaft (FOG) ein, deren Pr\u00e4sidium der Autor \u00fcbernahm. Dabei wurden zus\u00e4tzlich Inhalte von anderen Blogs integriert, etwa der geografisch nahen <a href=\"http:\/\/ogbb.ch\" target=\"_blank\">OG Beider Basel (OGBB)<\/a>. Ohne grossen Aufwand wurden so die FOG-Mitglieder auch auf deren Inhalt hingewiesen. Im Gegenzug freuen wir uns, wenn unsere Beitr\u00e4ge von anderen OG \u00fcbernommen werden. Dies reduziert den Aufwand und belebt den Blog mit interessanten Inhalten.<\/p>\n<p><strong>St\u00e4rkere Bindung<\/strong><br \/>\nDer Erfolg zeigte sich an der letzten Generalversammlung: Das Versammlungslokal war bis auf den letzten Platz besetzt. Einige schon l\u00e4nger nicht mehr gesehene Kameraden zeigten sich wieder und f\u00fchrten als Grund den regelm\u00e4ssigen Dialog und die Informationen an.<\/p>\n<p><strong>Bei Google h\u00f6her eingestuft<\/strong><br \/>\nEin positiver Nebeneffekt wurde bei der Zugriffsstatistik festgestellt: Wer bei Google nach &#8220;<a href=\"http:\/\/www.google.ch\/search?sourceid=chrome&amp;ie=UTF-8&amp;q=Offiziere+Bef%C3%B6rderung+2011\" target=\"_blank\">Offiziere Bef\u00f6rderung 2011<\/a>&#8221; sucht, findet sowohl den Blog der FOG als auch jenen der GGstOf weit oben bei den Resultaten. Je nach Suchbegriff <a href=\"http:\/\/fricktaleroffiziere.ch\/?p=1443\" target=\"_blank\">\u00fcbertrifft man sogar die offiziellen Seiten des VBS<\/a>. Alleine die Verwendung eines Blogs als Informationsmittel hat einen positiven Effekt auf die Wahrnehmung des Vereins im Internet. Gegen aussen wird der Verein in der elektronischen Informationssph\u00e4re sichtbarer.<\/p>\n<p><strong>Weitere Hilfsmittel<\/strong><br \/>\nMit seinen rund 100 Mitgliedern ist die FOG zu klein f\u00fcr eine eigene <strong>Facebook-Gruppe<\/strong>. Deshalb werden diese Aktivit\u00e4ten unter der Leitung der <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/groups\/aargaueroffizier\/\" target=\"_blank\">Aargauischen OG<\/a> geb\u00fcndelt. Die GGstOf verf\u00fcgt \u00fcber eine eigene geschlossene Gruppe. Facebook-User k\u00f6nnen &#8220;Fan&#8221; des Blog der GGstOf werden.<\/p>\n<p>Auch die <strong>Termine<\/strong> lassen sich untereinander austauschen. &#8220;<a href=\"http:\/\/www.google.com\/calendar\" target=\"_blank\">Google Calendar<\/a>&#8221; ist hier n\u00fctzlich und v.a. einfach in der Bedienung. Mitglieder der FOG abonnieren alle FOG-Termine \u00fcber ihre elektronische Agenda. Die Termine erscheinen im eigenen <a href=\"http:\/\/fricktaleroffiziere.ch\/termine\" target=\"_blank\">Kalender<\/a>, sobald sie vom Vorstand erstellt wurden. \u00dcbergeordnete Termine der Kantonalen OG und jene der &#8220;Nachbarn&#8221; werden ebenfalls automatisch integriert.<\/p>\n<p><strong>Vereinsintern<\/strong> nutzt die FOG &#8220;<a href=\"http:\/\/www.google.com\/docs\" target=\"_blank\">Google Text &amp; Tabellen<\/a>&#8220;. Die <strong>Pendenzenliste<\/strong> ist als gemeinsames Dokument gef\u00fchrt, auf das alle jederzeit zugreifen k\u00f6nnen. \u00c4nderungen werden von jedem selbst direkt eingetragen, wodurch sich ein Austausch von Dateien er\u00fcbrigt. <strong>Budget und Rechnung <\/strong>sind allen zug\u00e4nglich und die aktuelle <strong>Mitgliederliste<\/strong> dient dem ganzen Vorstand. Ein <a href=\"http:\/\/blog.ggstof.ch\/C4ISR\" target=\"_blank\">Mini-FIS<\/a> f\u00fcr Vereine entsteht.<\/p>\n<p>All diese Aktivit\u00e4ten ben\u00f6tigen im Vorstand einen &#8220;<strong>Chef Kommunikation<\/strong>&#8220;, der seine Funktion aktiv wahrnimmt und st\u00e4ndig auf der Suche nach interessanten und relevanten Berichten ist. Er geh\u00f6rt heute wie ein Kassier oder Aktuar zum &#8220;Kernteam&#8221; und sollte die technischen M\u00f6glichkeiten aus dem Effeff beherrschen, um seine Kollegen bei Bedarf zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Zuletzt ein Wort zu den <strong>Kosten<\/strong>: Die Software f\u00fcr den Blog (z.B. <a href=\"http:\/\/wordpress.org\" target=\"_blank\">wordpress.org<\/a>) gibt es gratis. Auch die Applikationen von Google sind kostenlos. Die Vereinskasse wird mit keinem der hier aufgef\u00fchrten Tools zus\u00e4tzlich belastet.<\/p>\n<p>Es werden nicht alle Mitglieder freiwillig auf den Blog gelangen und sich f\u00fcr die Updates einschreiben. Manchmal braucht es einen sanften Druck. Das &#8220;<strong>Opt-out<\/strong>&#8221; (selbst\u00e4ndiges Austragen, nachdem man automatisch zum Verteiler hinzugef\u00fcgt wurde) hat sich diesbez\u00fcglich bew\u00e4hrt. Eine initiale <strong>Begr\u00fcssung<\/strong> mit Hinweisen, wie man allenfalls das Abo l\u00f6scht, ist zu empfehlen.<\/p>\n<p><strong>Beurteilung<\/strong><br \/>\nAuch der rege Austausch \u00fcber Kommentare und &#8220;gef\u00e4llt mir&#8221;-Bekundungen brauchen etwas Zeit. \u00a0Man sollte den Mitgliedern diese Zeit zugestehen und gleichzeitig beim Inhalt nicht nachlassen. Nur so wird Vertrauen geschaffen und der Kanal institutionalisiert.<\/p>\n<p>Die Neuen Medien sind sicher kein Allerheilmittel f\u00fcr die nachlassende Vereinst\u00e4tigkeit von jungen Offizieren. Immerhin wird m\u00f6glichen Mitgliedern gezeigt, dass der Verein wandlungsf\u00e4hig ist und auch moderne Kommunikationsmittel nutzt. Dem Image ist das bestimmt nicht abtr\u00e4glich. Ausserdem ist der Verein dort, wo viele sowieso jeden Tag sind: Im weltweiten Netz.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ende 2008 hat die Gesellschaft der Generalstabsoffiziere (GGstOf) begonnen, die Kommunikation zu ihren damals 540 Mitgliedern st\u00e4rker auf elektronische Mittel zu konzentrieren und neue Mitglieder &#8220;im Einzelsprung&#8221; bzw. mit einer pers\u00f6nlichen Ansprache zu gewinnen. 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