Lassen sich Tells Söhne entwaffnen?

Wir schreiben den Montag, 14. Februar 2011. Gestern hat eine Mehrheit der Schweizer der Initiative gegen Waffengewalt zugestimmt. Die Reaktionen in der europäischen Presse gleichen sich: „Tells Söhne entwaffnen sich!“, „Gessler rehabilitiert“, „Gessler vs. Tell: 1:0“, „Schweiz gibt Wehrtradition auf“, „Tells Armbrust liegt nun in Gesslers Kaserne“, „Tells Armbrust ist keine Gefahr mehr (für Gessler)“ – ein fatales Zeichen!

Eine Allianz aus Armeeabschaffern, Demokratieverachter und naiven Gutmenschen kämpfen mit humanitären, herzzerreissenden und emotional aufgeladenen Argumenten gegen das Selbstverständnis eines souveränen Bürgers. Man fragt sich: Was ist das für eine Gesellschaft, die vor sich selbst Angst hat? Was für ein Land ist das, welches dem eigenen Bürger Macht und Selbstbestimmungsrechte entzieht? Steht es wirklich so schlecht um unser Volk, dass tausende von rechtschaffenen Bürgern unter Generalverdacht gestellt werden müssten?

Das vorgeschobene Ziel der Initianten mag legitim sein: mehr Sicherheit. Das Mittel zielt jedoch auf die falschen. Nicht Tell mit seiner Armbrust ist das Problem, sondern Gessler. Die Initiative mit ihren Unterstützern entlarvt ausserdem den wahren Zweck dieser Initiative: Die Milizarmee soll entwaffnet, Verantwortung abgegeben und die Schweiz schutzloser werden. Das sind keine guten Vorzeichen für mehr Sicherheit und Unabhängigkeit!

Insbesondere die Frauen sind aufgerufen, sich nicht von fremden Vögten verführen zu lassen! Wer nicht einmal dem eigenen Mann vertrauen kann, muss an einem anderen Ort den Hebel ansetzen.

Behalten wir die Verantwortung in den eigenen Händen, tragen wir Sorge zu unserer Wehrtradition und bleiben wir dem Bild einer wehrhaften Schweiz treu!

Ich ermuntere daher alle armeefreundlich gesinnten Bürger sich intensiv für ein NEIN am 13. Februar einzusetzen und alle Bekannten und Verwandten zum (richtigen) Ausfüllen und Einreichen der Abstimmungsunterlagen zu bewegen. Darüber hinaus ist im Hinblick auf die Nationalratswahlen ein genauer Blick auf die Parolen der Parteien und den „Stellungsbezug“ der (angehenden) Politiker zu werfen.

Ich danke allen für ihren Einsatz.

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3 Antworten auf Lassen sich Tells Söhne entwaffnen?

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  2. Urs sagt:

    Was die wenigsten wissen aber beachtenswert ist vor dem Hintergrund der Abstimmung am 13. Februar 2010, ist, dass die SP sogar schon nach dem 1. Weltkrieg die Armee abschaffen wollte. Die ist gar keine Marotte, die erst mit den 68ern aufkam. Die Marotte ist noch viel älter.

    Erst unter dem Eindruck von Hitler im Nachbarland Deutschland rückte die SP 1935 von der Forderung nach der Abschaffung der Schweizer Armee ab:

    http://www.schutzvorwaffengewalt.ch/?p=103

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